Neues Online-Portal zur Essener Geschichte freigeschaltet

Freude über das neue Historische Portal (v.l.): Anke Hansen und Stefan Reinders (Amt für Geoinformationen), Heinz-Georg Anschott (Sponsor, Vorstandsvorsitzender der Geno Bank), Oberbürgermeister Reinhard Paß und der Vorsitzende des Historischen Vereins für Stadt und Stift Essen, Hans Schippmann, mit der Startseite des Portals.
Freude über das neue Historische Portal (v.l.): Anke Hansen und Stefan Reinders (Amt für Geoinformationen), Heinz-Georg Anschott (Sponsor, Vorstandsvorsitzender der Geno Bank), Oberbürgermeister Reinhard Paß und der Vorsitzende des Historischen Vereins für Stadt und Stift Essen, Hans Schippmann, mit der Startseite des Portals.
Foto: Essen
Was wir bereits wissen
Die von der Stadt und dem Historischen Verein erarbeitete Seite beinhaltet Fotos, Karten und Fakten zur Essener Geschichte und verknüpft sie.

Essen.. Von Computern und Internet habe er soviel Ahnung „wie die Kuh von der Astronomie“, scherzte Hans Schippmann selbstironisch. Dass das neue „Historische Portal Essen“ der Geschichtskultur der Stadt einen echten Schub geben kann, ist dem Vorsitzenden des Historischen Vereins für Stadt und Stift Essen aber natürlich klar. Am Freitag wurde die neue Webseite mit der Adresse historischesportal.essen.de freigeschaltet.

Die Seite soll das geschichtliche Wissen in Essen verknüpfen mit den riesigen Beständen des Amtes für Geoinformation, das viele Karten und Zehntausende Luftbilder aus verschiedenen Epochen besitzt. Bislang ist es relativ kompliziert und teuer, dieses Material einzusehen. Das gilt erst Recht, wenn es nicht nur um einzelne Bilder, sondern um ganze Fotostrecken gehen soll, die historische Entwicklungen im Stadtbild deutlich machen. Die neue Webseite ermöglicht beispielsweise, Luftbilder einzelner städtischer Quartiere und Stadtteile von 1926 bis zur Gegenwart neben- und übereinander zu legen und zu vergleichen. Was in diesen fast 90 Jahren etwa auf dem Gelände der einst gigantischen Gussstahlfabrik von Krupp geschah, ist atemberaubend und nun erstmals für jeden nachvollziehbar.

Faszination für moderne Heimatkunde wecken

„Ich bin seit 30 Jahren mit Plänen und Karten befasst, aber ich bin hellauf begeistert, was uns die Technik hier bietet“, sagte Frank Knospe, Leiter des Amtes für Geoinformation. Knospe hat an dem Projekt seit 2011 gemeinsam mit dem Historischen Verein gearbeitet, das Essener Systemhaus, die Datenverarbeitungsexperten der Stadt, waren früh mit im Boot, die Geno-Bank steuerte Sponsoringmittel bei, ohne die es nicht gegangen wäre. „Meines Wissens hat keine andere Stadt in NRW eine derart interaktive historische Plattform, Essen ist da Vorreiter“, so Knospe.

Stadtgeschichte Namen, Orte, Zeiten, Karten - das sind derzeit die vier Haupt-Menüpunkte. Zu vielen historischen Orten, etwa der Alten Synagoge oder de früheren Rathäusern, gibt es fundierte Texte.

Bei den Namen finden sich zahlreiche Essener Persönlichkeiten, weitere sollen hinzukommen. Wie überhaupt die Seite auf Wachstum angelegt ist, inhaltlich betreut unter der Federführung des Historischen Vereins. Für Oberbürgermeister Reinhard Paß ist das Portal geeignet, die Faszination für moderne Heimatkunde zu wecken und die Identifikation der Bürger mit ihrer Stadt zu stärken.