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Panorama-Radweg

Neuer Radweg eröffnet Fernblicke aufs Bergische Land

15.11.2011 | 18:31 Uhr
Neuer Radweg eröffnet Fernblicke aufs Bergische Land
Schöne Aussicht inklusive: Elke Seipp aus Heiligenhaus genießt auf der Niederbergbahn den Blick vom Viadukt an der Ruhrstraße über das Bergische Land. Foto : H. W. Rieck

Essen.   Die Niederbergbahn durchs Bergische Land wurde zur Rad- und Wandertrasse umgebaut. Und der neue Radweg wird eifrig genutzt - an Wochenenden sind bis zu 2500 Radfahrer, Spaziergänger und Skater auf der asphaltierten Trasse unterwegs.

Radeln im Bergischen Land? Das klingt nach Schweiß, Tränen und steilen Anstiegen -gäbe es da nicht die Niederbergbahn. Von 1926 bis 1960 fuhr hier die Eisenbahn. In den vergangenen beiden wurde die stillgelegte Trasse zum „Panoramaradweg“ umgebaut.

Nicht nur in Essen eröffnen sich Radfahrern neue Wege, auch die Nachbargemeinden bauen sie auf den Radverkehr. Ein Abstecher ins Bergische Land liegt für Essener nun buchstäblich nahe. Die Trasse mit eingebauter Fernsicht beginnt nur wenige Meter hinter der Stadtgrenze zu Heiligenhaus. Noch arbeiten sie am Lückenschluss. 300 Meter fehlen bis nach Kettwig. In den kommenden Wochen soll der Radweg über eine Rampe an die Straße Sengenholzer Weg angeschlossen werden. Spielt das Wetter mit, könnte dieser letzte Streckenabschnitt bis Ende des Jahres freigegeben werden, sagt Hermann-Josef Steins, Radwegeplaner beim städtischen Eigenbetrieb „Grün und Gruga“.

23 Kilometer von Wülrath bis nach Wuppertal

Links
Panoramaradweg

Nähere Informationen zur Radtrasse findet man im Internet auf den Seiten www.panoramaradweg-niederbergbahn.de und www.achim-bartoschek.de

Vom beliebten Ruhrtalradweg des RVR bis zur Niederbergbahn wären es dann nur einige wenige Pedaltritte. Was die Beschilderung angeht, will „Grün und Gruga“ noch nachbessern.

Der PanoramaRadweg in Velbert

Zählungen der Stadt Heiligenhaus zufolge wird der neue Radweg bereits eifrig genutzt. An Wochenenden sind bis zu 2500 Radfahrer, Spaziergänger und Skater auf der asphaltierten Trasse unterwegs, an Werktagen bis zu 1000. Viele Bürger seiner Stadt nutzten die Strecke als Verkehrsweg zum Markt, zur Schule oder zur Arbeit, berichtet Jan Heinisch, Bürgermeister von Heiligenhaus.

Für Radfahrer aus Essen dürfte die Trasse vor allem wegen des hohen Freizeitwertes attraktiv sein. Allzu steile Anstiege konnte die Bahn ihren Lokomotiven nicht zumuten. Von der sanften Steigung profitieren heute Radler, auch wenn Ausdauer und Muskelkraft an der ein oder anderen Stelle durchaus gefragt sind. Aber allzu eilig sollte man es auch gar nicht haben. Die Aussicht, die sich immer wieder eröffnet, nimmt einem auch so den Atem.

23 Kilometer weit führt die Niederbergbahn derzeit über Wülfrath bis nach Wuppertal. Geplant ist dort eine Verlängerung über die noch im Bau befindliche Nordbahntrasse bis ins Sauerland. In zwei Jahren, so Bürgermeister Jan Heinisch, könnte der mit 360 Kilometern drittlängste Bahntrassenradweg fertiggestellt sein.

Gemeinden investierten elf Millionen Euro

In den Umbau der Niederbergbahn haben die Gemeinden Heiligenhaus, Velbert, Wülfrath und Haan insgesamt rund elf Millionen Euro investiert. 75 Prozent der Kosten trug das Land. Der Essener Anteil misst sich daran bescheiden aus; das noch fehlende 300 Meter lange Teilstück wird von der Essener Arbeit- und Beschäftigungsgesellschaft fertiggestellt und als „Muskelhypothek“ verbucht.

Möglicherweise könnte diese Kooperation bald eine Fortsetzung finden, hieß es gestern anlässlich des symbolischen ersten Spatenstichs - und zwar beim Ausbau des Radweges von Kupferdreh nach Velbert-Langenberg durchs Deilbachtal.

Marcus Schymiczek

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Kommentare
15.11.2011
20:13
Viel Spaß beim Radeln
von tw74 | #1

Alles sehr nett gestaltet, zu empfehlen ist der Radler-Biergarten in Velbert, aber:

1) Alle beteiligten Städte haben sich grosse Mühe gegeben, Ihre Teilstücke des Radwegs einigermassen pünktlich fertig zu stellen, nur die grösste Stadt mit dem kleinsten Teilstück, Essen, hinkt hinterher, weil man mal wieder nicht in das Lage war das richtig einzuplanen.
Peinlich, Peinlich!

2) Radlerfreunde aufgepasst: Zu beachten ist, das der gerade erst fertiggestellte Weg schon wieder unterbrochen ist, um den Heiligenhauser Güterbahnhof zu restaurieren.
Ein kurzer Umweg ist eingerichtet

3) Es nennt sich Panoramaweg, aber besonders in Velbert hat man das Gefühl man radelt durchs Ruhrgebiet. Klar, man befindet uns u.a auf einer alten Güterverkehrs-
strecke, da kann man sich hübsche Fabrikgebäude von hinten anschauen.
Aber der Blick nach Kettwig entschädigt für alles!

1 Antwort
Langsam, langsam...
von schriftsetzer | #1-1

Der Beschluss, den Panoramaradweg auf Essener Gebiet fortzuführen (immerhin ist dies ein Projekt des Kreises Mettmann) und durch Beschilderung an den Ruhrtalradweg anzubinden, fiel erst im April diesen Jahres unter dem Vorbehalt, dass abgesichts der Haushaltsspere auch Mittel zur Verfügung stehen. Die Stadt Essen hätte hier ab Stadtgrenze Essen-Kettwig/Heiligenhaus garnichts tun müssen.

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