Neue Vorwürfe: Essener Stadionbetrieb teurer als gedacht

Bestimmte, wo’s lang ging: der ehemalige GVE-Geschäftsführer Andreas Hillebrand .
Bestimmte, wo’s lang ging: der ehemalige GVE-Geschäftsführer Andreas Hillebrand .
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Aufsichtsrat der städtischen Grundstücksverwaltung erfährt: Selbst die Konzerte, gedacht, um die Kasse aufzubessern, erweisen sich als Zuschussgeschäft.

Nicht nur der Bau des neuen Stadions an der Hafenstraße ist weitaus teurer geworden als ursprünglich avisiert – auch der Betrieb verursacht offenbar spürbar höhere Kosten als der Ex-Geschäftsführer der städtischen Grundstücksverwaltung GVE, Andreas Hillebrand, bislang preisgab. Mit dieser Erkenntnis ist nach NRZ-Informationen gestern der Aufsichtsrat des Unternehmens konfrontiert worden.

Sogar die Freiluft-Konzerte, mit denen man das Minus ursprünglich hatte verringern wollen, erweisen sich unterm Strich im Nachhinein eher als Zuschussgeschäft, heißt es – in welcher Höhe, das bleibt zunächst unklar.

Eine Anwaltskanzlei soll sich dem nun in einem Gutachten vertieft annehmen. Unterdessen gibt es – der im März ausgesprochenen fristlosen Kündigung zum Trotz – Gespräche über einen Aufhebungsvertrag mit Hillebrand. Dies allerdings unter der Bedingung, dass die Stadt keinesfalls auf Schadensersatzansprüche gegen ihn verzichtet. Auch die Stadt, so sickert inzwischen durch, will wohl voraussichtlich auf einen Rauswurf verzichten. Hillebrand könnte damit auf sein einst vertraglich vereinbartes Rückkehrrecht zur Verwaltung pochen.