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Neue Stiftungen in der Stadt

27.07.2009 | 15:08 Uhr

Essen. Auch in Essen gibt es immer mehr Bürgerinnen und Bürger, die sich über eine Spende hinaus engagieren wollen. Für sie organisiert die Stadtverwaltung Stiftungen.

Ohnehin gilt Essen als die geheime „Stiftungshauptstadt” des Ruhrgebiets und kann hierbei auf eine lange Tradition zurückblicken. Die älteste, bis heute existierende Sozialstiftung, die Stiftung Hospital zum Heiligen Geist, wurde bereits im 13. Jahrhundert gegründet.

Oberbürgermeister Wolfgang Reiniger bedankte sich jetzt bei sieben engagierten Bürgerinnen und Bürgern, die in den vergangenen Jahren eine eigene Stiftung über die Stadtverwaltung ins Leben gerufen haben: „Vieles würde liegenbleiben, wenn Sie sich nicht für das engagieren würden, was Ihnen am Herzen liegt.”

Die Möglichkeiten für Stiftungen sind breit gefächert: So fördert die 2007 ins Leben gerufene Bernhard- und-Margarete-Achtermann-Stiftung den Tier-, Natur- und Umweltschutz in Essen. Die neu gegründete Günter-Pilger-Stiftung wendet sich an Studierende der Folkwang-Hochschule. Johanna zund Josef Topp unterstützen mit ihrer 2004 gegründeten „Topp-Stiftung für Kinder und Kultur in Essen” den Ortsverein Essen des Deutschen Kinderschutzbundes, den Folkwang-Museumsverein und den Freundeskreis Theater und Philharmonie Essen. Die von Helene Przybulewski und Alfred Weckert 2008 errichtete „Helene-Stiftung” wird künftig Mittel an den Verein „Essener Palette” geben, um Menschen mit Behinderungen beruflich zu fördern.

Die Stiftungsgründung sowie die Verwaltung der Stiftungen durch die Stadt sind kostenlos. Eine eigene Stiftung bei der Stiftungsverwaltung der Stadtverwaltung sollte mit einem Vermögen von mindetens 25 000 Euro ausgestattet werden. Die Stifterin oder der Stifter bestimmen, für welche Zwecke ihr Geld verwendet wird. Geholfen wird bei der Planung und Durchführung, um die gewünschte Form der Stiftung zu finden.

Die Stadt führt derzeit 27 rechtlich unselbstständige örtliche Stiftungen mit einem Stiftungsvermögen von rund 71 Millionen Euro, das durch private Initiative entstanden ist. Wer Interesse an der Einrichtung einer eigenen Stiftung hat, kann sich direkt mit Alfred Neuroth, Susanne Georg oder Birgit Schulz von der Stiftungsverwaltung in der Stadtkämmererei unter 88-20203, 88-20205 oder 88-20204 in Verbindung setzen.

Hans-Walter Scheffler

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