Neue Millionen fürs neue Essener RWE-Stadion
22.02.2012 | 06:00 Uhr 2012-02-22T06:00:00+0100
Essen.Das neue Stadion an der Hafenstraße feiert Ende März Richtfest. Und obwohl Rot-Weiss Essen auch in der kommenden Saison in Liga 4 antreten wird, baut die städtische Grundstücksverwaltung GVE die Arena bereits so aus, dass sie höheren Ansprüchen genügt. 3,9 Millionen Euro sollen in den Ausbau von Logen, Business-Bereichen und Ausstellungsflächen fließen.
Ursprünglich wollte die GVE diese Investition zurückstellen, bis RWE mindestens in der 3. Liga spielt. RWE solle die Chance haben, durch die Vermarktung zusätzliche Einnahmen zu erzielen. In der ersten Ausbaustufe wird das Stadion nicht 9000, sondern 11.000 Zuschauern Platz bieten.
Baukosten weit überschritten
Die Investition wird möglich, weil der Rat das Eigenkapital der GVE um 4,1 Millionen Euro erhöht hat. Dass auf Beschluss des Aufsichtsrates davon nun 3,9 Millionen ins Stadion fließen sollen, stößt nicht nur auf Zustimmung: Die Linke will im Haupt- und Finanzausschuss eine rechtliche Prüfung beantragen. Die auf 31 Millionen Euro bezifferten Baukosten werden bereits um 1,1 Millionen überschritten . Mit Planungsleistungen und Grundstückskosten summieren sich die Ausgaben auf rund 43 Millionen Euro, wovon die Kosten fürs Grundstück der Stadt zukommen.
Der Vorstoß einer Fan-Initiative zum Erhalt der alten Haupttribüne läuft indes ins Leere. Der Aufsichtsrat der GVE hat sich einstimmig dagegen ausgesprochen.
22:56
Markus Kunze von der GVE erkennt gleich mehrere gute Gründe: "Als wir mit dem Stadionbau beauftragt worden sind, war noch gar nicht abzusehen, wie es mit Rot-Weiss Essen angesichts des Insolvenzverfahrens weitergeht. Zur allgemeinen freudigen Überraschung ist der Verein aber wie Phönix aus der Asche wieder auferstanden. In der 5. Liga hatte RWE mehr Zuschauer als in der Regionalliga. Im neuen Stadion erwartet der Verein Anfang der kommenden Saison nun weitere 30 Prozent Zuschauerzuwachs. Das hat uns zunächst veranlasst, die Gästetribüne sofort komplett zu bauen." Das bedeutet nicht nur ein Dach. Zusätzliche Verkaufsstände unter den Tribünen sollen dem Andrang gerecht werden. "Es war ja immer von bedarfsgerechter Ausstattung die Rede", sagt Kunze. Und meint: der Bedarf ist offensichtlich gestiegen.
Dafür ist jedoch nicht allein der Ankermieter der neuen Immobilie zuständig. Auch außerhalb der Heimspiele von Rot-Weiss Essen steigt mit dem weiteren Ausbau die Attraktivität des Gebäudes -
22:55
3,9 Millionen Euro macht die Stadt Essen, namentlich die Bauherrin GVE (Grundstücksverwaltung Essen) zusätzlich locker. Und das, obwohl der Tenor noch Anfang November gänzlich anderes verhieß. "Wir bauen soweit wie wir kommen", ließ die GVE damals wissen und dachte laut über Streichpotenziale nach. Vom Dach auf der Gästetribüne über die Flutlichtanlage bis hin zu den VIP-Logen und Businessseats - jede Investition, die nicht unabdingbar für den Spielbetrieb schien, wankte. Knapp drei Monate später nun steht fest: Auch die Gästetribüne wird überdacht und mit weiteren Verkaufsständen ausgestattet. Zudem sollen zumindest die Businessseats nun doch voll ausgebaut werden. Das kostet nun mal, insgesamt etwa 3,9 Millionen Euro. Geld, das der Stadtrat der GVE erst im November durch eine Kapitalerhöhung anheim stellte. Um 4,1 Millionen Euro hat die Stadt Essen ihrer Tochter im November das "Taschengeld" erhöht. Dass der Aufsichtsrat der GVE nun genehmigt hat, das Geld beinahe in voller Höhe für
22:53
RWE: Gute Nachricht
Das Stadion wird teurer
31 Millionen Euro sollte die neue Essener Arena kosten. Nun macht die GVE weitere 3,9 Millionen Euro locker. Unter anderem aufgrund großer Nachfrage.
Die Stadtherren dürften froh sein, wenn die Bauarbeiten im neuen Stadion an der Hafenstraße im kommenden Jahr endgültig abgeschlossen werden. Schon wieder gibt es neue Zahlen, schon wieder sind die Kosten gestiegen. Wie das bei Bauunternehmungen nun mal so eigentümlich ist. Wenn diese von der öffentlichen Hand getragen werden, dürfen sich die Verantwortlichen einer angeregten Diskussion gewiss sein. Jeder Cent der zusätzlich ins Stadion fließt, ist Wasser auf die Mühlen der Kritiker dieser Investition. All denjenigen, die von jeher nicht verstanden, warum ein Viertligist überhaupt ein neues Stadion benötige. Ein prüfender Blick aufs Zahlenwerk offenbart jedoch eine ganz andere Lesart. Ja, das neue Essener Fußballstadion wird teurer und ja, das ist eine gute Nachricht.
3,9 Millionen Euro macht
21:27
Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.
11:12
Welches Eigenkapital erhöhen? Die Schulden der Stadt auf Steuerzahlers Kosten erhöhen wäre die richtige Bezeichnung.
In Grunde war mir schon klar das die Arena teuer wird als geplant.Die Rohstoffpreise sind inne Höhe geschossen und das muss nun mal bezahlt werden.Ich finde das der RWE fan das verdient hat ein neues Stadion zubekommen.Einige haben immer noch nicht verstanden wenn man das GMS instant gehalten hätte das es auf Dauer teuerer käme.Und ich muss ehrlich sagen freu ich mich riesig drauf das erste Spiel in unserem neuen Wohnzimmer zusehen.Also mal kein Neid hier lmw...rwe the best
10:58
Konnte ja niemand ahnen, also wirklich...
Und für Viertligafußball haben wir es in unserer Stadt doch dicke. Schliesslich hat RWE im Januar 2012 6.692 Zuschauer gehabt, da sind 9.000 sicher zu wenig, dafür hat jeder Mensch dieser Stadt Verständnis, dass für das Privatvergnügen von 1% der Essener Bürger 43 und mehr Millionen Euro ausgegeben werden. Wer braucht schon Infrastruktur für Kinder etc?
keine Infrastruktur für Kinder.
Danke der Nachfrage...
07:57
Das macht Sinn. Denn wer billig baut, baut zweimal.
Scheinbar lernt die Stadt.