Neue Impulse für den Krayer Markt

Kray..  Der Stadtteil braucht frischen Wind: Davon sind die Vereinsmitglieder der „Aktion Kray“ überzeugt. Mit vielen Ideen und einem guten Netzwerk möchte der Initiativkreis die Stadtteilentwicklung voranbringen. Ganz oben auf der Prioritätenliste steht die Wiederbelebung des Krayer Marktes.

„Wir wünschen uns, dass die Markttage mittwochs und freitags wieder besser besucht sind“, sagt Susanne Scholz -Weigl, die gemeinsam mit Andreas Dickmann den Vorsitz bei „Aktion Kray“ innehält. Konkrete Ideen zur Belebung des Platzes gebe es bereits: „Veranstaltungen wie das Krayer Herbstfest könnten beispielsweise auf den Markt verlegt werden. Wir prüfen momentan aktuell die Infrastruktur auf dem Platz.“ Schon im nächsten Jahr soll an dieser Stelle nämlich eine neues Fest im Stadtteil Premiere feiern: der Krayer Frühling. „Derzeit stecken wir noch mitten in der Planung“, so Andreas Dickmann. „Angedacht ist, dass sich das Frühlingsfest als zweite große Veranstaltung neben dem Krayer Herbst etabliert.“

Der beliebte Treffpunkt Krayer Herbst findet in diesem Jahr bereits zum zwölften Mal vor der historischen Kulisse des Rathauses statt. Vom 19. bis 20. September stehen Musik, Imbiss, Getränke und viele Aktionen lokaler Vereine und Institutionen auf dem Programm. Zum ersten Mal haben auch die Kindergärten und Schulen aus dem Stadtteil die Möglichkeit, sich auf der großen Bühne zu präsentieren.

Doch mit Festen allein ist es nicht getan, weiß Andreas Dickmann: „Wir begreifen unsere Arbeit im Sinne der gesamten Stadtteilentwicklung und arbeiten mit der IHK sowie anderen Vereinen und Organisationen zusammen, um Kray voranzubringen.“ Aktuell läuft eine Umfrage unter den Geschäftsleuten der Krayer Straße, um zu ermitteln, wo Verbesserungsbedarf besteht. Oft genannt werde hierbei ein Thema: die Sauberkeit. „Im Zuge der Pico-Bello-Aktion im März haben wir uns mit den Essener Entsorgungsbetrieben und der Bezirksvertretung zusammengesetzt, um unsere Ideen für mehr Sauberkeit auf der Krayer Straße zu besprechen“, berichtet er. „Wir sind auf einem guten Weg, dank der Unterstützung von EBE und BV.“

In einem zweiten Schritt sollen dann die Besucher der Krayer Straße gefragt werden. Auch die Vielfalt des Warenangebotes nimmt die Aktion Kray unter die Lupe. „Wünschenswert wäre aus unserer Sicht beispielsweise ein Schuhgeschäft im Innenkern“, so Susanne Scholz -Weigl. „Von vielen Anwohnern hören wir zudem, dass ein zweites Lebensmittelgeschäft fehlt. Hier kommt wieder der Markt ins Spiel: Ein gutes Angebot könnte den Bedarf ein Stück weit abdecken.“

Die neuen Impulse zur Aufwertung des Stadtteils kommen nicht von ungefähr. Vor einem Jahr hat sich der Vorstand von „Aktion Kray“ neu formiert. Andreas Dickmann und Susanne Scholz -Weigl setzen ebenso wie ihre Mitstreiter auf Präsenz im Stadtteil und auf gute Netzwerke. „Als wir unsere Arbeit aufgenommen haben, ahnten wir nicht, welchen Stein wir ins Rollen bringen und wie groß die Unterstützung sein würde“, berichtet der Vorsitzende. „Wir sind überall mit offenen Armen empfangen worden und haben wertvolle Tipps bekommen, beispielsweise zu möglichen Fördermitteln.“ Ob in Kindergärten oder Seniorengruppen: Seine Arbeit will der Initiativkreis auch mit vielen kleinen Aktionen bekannt machen. „Wir möchten in Kray etwas bewegen und unseren Stadtteil für alle Bewohner ein Stückchen lebenswerter machen.“