Neue Einschüchterungs-Vorwürfe gegen die städtische RGE

Foto: WAZ FotoPool

Vor den Betriebsrats-Neuwahlen bei der kommunalen Servicegesellschaft RGE spitzt sich die Stimmung zwischen Verdi und der Geschäftsführung zu. Die Gewerkschaft wirft der RGE-Leitung in einem weiteren Fall vor, Arbeitnehmervertreter einzuschüchtern. Das Unternehmen wollte sich zu den Vorwürfen nicht äußern.

Laut Verdi geht es in dem jüngsten Fall um den Schwerbehinderten-Vertreter. Der Mann wurde im vergangenen Jahr gewählt. Als er die Geschäftsführung auf seine Rechte wie beispielsweise eine Freistellung für seine Tätigkeiten hinwies, habe RGE dem Mitarbeiter eine Versetzung angekündigt, so Verdi. „Es gibt aber weder Anlass dafür, noch ist der Mitarbeiter damit einverstanden“, meint Gewerkschaftssekretärin Saskia Sauer. Zudem solle der Betroffene, der bislang in der Rathaus-Kantine für die Reinigung zuständig ist, künftig in der Philharmonie Logistikaufgaben übernehmen und somit vertragsfremde Arbeiten, so der Vorwurf. Für Verdi passt dies ins Bild: Erst vor einigen Wochen wehrten sich drei Betriebsratsmitglieder gegen ihrer Auffassung nach ungerechtfertigte Abmahnungen. Die Geschäftsleitung hatte diese ausgesprochen, weil sich die Mitarbeiter angeblich nicht ordnungsgemäß zur Betriebsratsarbeit abgemeldet hatten.

Verdi liegt schon länger im Clinch mit der RGE. Die Gewerkschaft hatte u.a. die Betriebsratswahlen erfolgreich angefochten. Neuer Termin ist der 7. bis 13. Mai. Verdi wird erneut mit einer eigenen Liste antreten. Der neuerliche Twist dürfte für Verdi daher auch Wahlwerbung sein.