Neuauflage des Ruhrmarathons ist in weiter Ferne
28.11.2011 | 12:18 Uhr 2011-11-28T12:18:00+0100
Essen. Die Veranstaltungsagentur MMP findet keinen neuen Hauptsponsor für den Ruhrmarathon, der zuletzt 2009 von Karstadt unterstützt wurde. Die Zukunft der Veranstaltung ist weiter ungewiss. Ganz beerdigen wolle man das Ereignis nicht. Das Revier sei laufbegeistert, man stehe mit dem Regionalverband in Kontakt.
Nach der erneuten Absage des Ruhrmarathons für 2012 äußert sich der Veranstalter zurückhaltend über die Zukunft der populären Veranstaltung.
Der Lauf war zuletzt 2009 von der Kölner Agentur MMP organisiert worden, die dem Lebenspartner von Außenminister Guido Westerwelle, Michael Mronz, gehört. Dort hieß es, es habe „immer Bemühungen gegeben“, den Marathon fortzuführen. „Aber ohne Hauptsponsor kann man das nicht stemmen“, sagte MMP-Sprecher Kai Meesters. Was die Sponsoren-Suche betrifft, blieb er im Ungefähren: Man habe Gespräche mit „namhaften Unternehmen“ geführt.
Dass der Karstadt-Konzern den Marathon im Jahr 2009 mit 250 000 Euro unterstützt habe, mochte Meesters nicht bestätigen. Die Gesamtkosten eines solchen Großereignisses lägen jedenfalls eher höher; zumal es im dicht besiedelten Ruhrgebiet besondere logistische Herausforderungen gebe. MMP, das seit elf Jahren den Marathon in Bonn ausrichtet, war für die Organisation des Ruhrmarathons 2009 kritisiert worden. „Die Kritik war berechtigt“, so Meesters. Die Annahme, MMP habe das Ereignis still beerdigt, wies er zurück. Das Revier sei laufbegeistert, man stehe mit dem Regionalverband in Kontakt: „Ich kann nicht ausschließen, dass es 2013 einen Marathon gibt.“ Ein Ja klingt anders.
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