„Nervöse Störungen“ bei Schulkindern

Aus der Lokalzeitung vom 17. April 1965:.  Die Diagnose „ADHS“ war noch nicht erfunden; das, was man heute als Zappelphilipp-Syndrom bezeichnet, und doch steht es schon vor 50 Jahren so in der Zeitung: Die Zahl der „nervösen Störungen bei Schulkindern“ nimmt zu. Medizinalrat Sigurd Eiardt warnt vor „Reizüberflutung, der sich die Kinder, besonders auf dem Schulweg, gegenübergestellt sehen.“ Und das in einer Zeit, in der es auch noch keine Computerspiele gab . . .

Außerdem: Als Schulbrot sollte Grau- nicht Weißbrot mitgegeben werden, außerdem täglich frisches Obst. Das würde die akuten Zahnprobleme vieler Schulkinder lindern. Ausgemacht worden seien außerdem gravierende Haltungsschäden bei vielen Erstklässlern, die nur mit einer Erhöhung der Anzahl von Turnstunden behoben werden könnten. Nicht neu, wenig überraschend, und trotzdem damals ein wichtiges Thema: Die Dunstglocke, die über dem Stadtgebiet liegt, schadet dem Knochenbau der Kinder, denn Lichtmangel verhindert ausreichendes Wachstum der jungen Körper.