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Rechtsextremismus

Neonazi-Sängerin soll aus Karnevalsverein in Essen-Kupferdreh fliegen

03.01.2013 | 17:00 Uhr

Essen.  Der Vorstand des Kupferdreher Karnevalsvereins „KG Rot-Grün“ will in einer außerordentlichen Sitzung am Donnerstagabend den Rauswurf seiner Kassenprüferin beschließen. Marina S. hatte sich an einem rechtsextremistischen Musikprojekt engagiert. Für solches Gedankengut gebe es im Verein keinen Platz, sagte der Vorsitzende.

Der Kupferdreher Karnevalsverein „KG Rot-Grün“ schließt seine Kassenprüferin Marina S. endgültig aus. „Wir werden das heute Abend in einer außerordentlichen Vorstandssitzung beschließen“, kündigte am Donnerstag Manfred Geldmacher an, der Vorsitzende des Vereins.

Die WAZ hatte berichtet, dass sich Marina S. in ihrer Freizeit als Sängerin in einem rechtsextremistischen Musikprojekt beteiligt. Im April war sie gemeinsam mit ihrem Mann Sebastian S. bei einer Veranstaltung der Nachwuchsorganisation der NPD , den „Jungen Nationaldemokraten“, als musikalischer Akt aufgetreten. Auf die rechtsextremistischen Aktivitäten von Marina S. hatte die Essener Jugendgruppe „Rote Antifa“ in dieser Woche hingewiesen.

Rechtsextremistisches Gedankengut hat bei uns keinen Platz“, erklärte Geldmacher am Donnerstag erneut. Mit dem sofortigen Rausschmiss, von dem auch die drei Kinder von Marina S. betroffen sind, soll Schaden vom Verein abgewendet werden. Der Höhepunkt der Karnevalssession steht kurz bevor. Am Samstag stellt das Festkomittee Essener Karneval (FEK) offiziell das Motto des künftigen Rosenmontagszugs vor.

Kein Platz für Rechtsextremisten

„Der Essener Karneval darf Rechtsextremisten keinen Platz bieten“, betont auch Oliver Weiß, der Sprecher des FEK. Der Kupferdreher Verein „Rot-Grün“ handle mit seinem Ausschlussverfahren richtig. „Wir dürfen bei solchen Angelegenheiten nicht wegschauen“, sagte Weiß, erklärte aber auch: „Wir können den rund 2500 Mitgliedern in den Essener Vereinen immer nur vor den Kopf schauen. Wir können uns von niemandem ein polizeiliches Führungszeugnis vorzeigen lassen.“

Die Lieder, die Marina S. und ihr Ehemann Sebastian S. in Auszügen auch im Internet verbreiten, stünden den Angaben von Beteiligten nicht auf dem Index. Angeblich lassen die Neonazi-Musiker jeden Song vor Veröffentlichung juristisch prüfen. Die Texte beschwören einen fanatischen Patriotismus und erklären ausdrücklich den 1946 verurteilten Hitler-Stellvertreter Rudolf Heß zum Martyrer.

Anti-NPD-Demo in Kray

Martin Spletter



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Die Gastro-Kette Okinii wird 2015 mit einem japanischen Sushi- und Grill-Restaurant in die Theaterpassage zwischen Rathenaustraße und Hirschlandplatz ziehen, wo es auch ein Vapiano-Restaurant gibt. Die Sparkasse hofft auf „Okinii als Frequenzbringer“.

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