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National-Bank in Essen will 50 bis 70 Stellen abbauen

17.01.2013 | 08:00 Uhr
National-Bank in Essen will 50 bis 70 Stellen abbauen
Die National-Bank in der Essener Innenstadt überlegt, einzelne Geschäftsbereiche auszulagern.Foto: Alexandra Roth

Essen.   Bis 2015 stehen bei der Nationalbank in Essen bis zu 70 Arbeitsplätze vor allem in der Zentrale in Essen auf der Kippe. Der Vorstand der Bank prüft außerdem die Auslagerung von Geschäftsbereichen. So sollen die Kosten um zehn Millionen gesenkt werden.

Die National-Bank AG will in den nächsten drei Jahren rund zehn Millionen Euro Kosten einsparen und plant einen Stellenabbau in größerem Umfang. Der Vorstand verhandelt mit dem Betriebsrat über die Streichung von 50 bis 70 Stellen. Das bestätigte der Vorstandsvorsitzende Thomas A. Lange der WAZ. Außerdem prüft das Essener Geldinstitut derzeit die Auslagerung zweier Bereiche, wovon nochmals 40 bis 60 Mitarbeiter betroffen sein könnten. Derzeit beschäftigt die Bank 820 Mitarbeiter.

„Der Vorstand wird alles daran setzen, betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden“, sagte Lange. Ausschließen könne er sie zum jetzigen Zeitpunkt aber nicht. In welchen Bereichen wie viele Stellen gestrichen werden, steht nach seinen Worten noch nicht fest. Fakt ist: Der Jobabbau wird vor allem die Zentrale in Essen treffen. Es gehe dort um die Straffung von internen Prozessen. Die Kunden sollten davon nichts spüren.

National-Bank

Das Geschäftsjahr 2012 brachte der National-Bank einen Anstieg der Einlagen (8 Prozent) sowie die weitere Zunahme bei der Anzahl der privaten Aktionäre, die um knapp 2000 auf rund 5200 gestiegen ist, bilanzierte die Bank für das gerade vergangene Jahr.

Rückgang nach Rekordjahr 2011

Von der möglichen Auslagerung betroffen wären indes die Handelsabwicklung, der Zahlungsverkehr sowie die technologische Infrastruktur. „Es gibt noch keinen Beschluss darüber. Wir machen das nur, wenn es sich tatsächlich rechnet und im Interesse der Bank ist“, betonte Lange. Dies sei kein „verkappter“ Personalabbau.

Im vergangenen Geschäftsjahr sank der Jahresüberschuss der Bank um zwei Millionen auf 16,5 Millionen Euro. 2011 war allerdings das Jahr mit dem zweitbesten Ergebnis in der Firmengeschichte gewesen. Angesichts des niedrigen Zinsumfeldes ging 2012 auch der Zinsüberschuss von 102,6 Millionen (2011) auf 96 Millionen Euro zurück.

Abbau trifft auch Führungsebene

Lange geht davon aus, dass das Umfeld infolge der Finanzkrise auch in den kommenden Jahren schwierig bleibt. „Wir sind sehr vorsichtig, was die Zukunft angeht“, sagte er. Aus seiner Sicht wird sich das Zinsniveau nur langsam erholen. Zudem sei zuletzt die Kreditnachfrage des Mittelstands gesunken und die Kunden investierten deutlich weniger Geld in Wertpapiere. Schließlich habe die Bank seit Ausbruch der Finanzkrise deutlich höhere aufsichtsrechtliche Pflichten, die jährlich Kosten in Millionenhöhe bedeuteten, zu erfüllen. „Wir sind in einer starken Position und wollen aus der Position der Stärke handeln“, so Lange. Sinkende Renditen dagegen mit höheren Risiken zu kompensieren, sei nicht das Selbstverständnis der Bank. Man sei in der Vergangenheit gut damit gefahren, nicht in Anleihen südeuropäischer Länder wie Spanien, Griechenland , Italien oder Portugal zu investieren.

Neben dem geplanten Personalabbau hat die Bank zu Jahresbeginn auch ihre Führungsebenen von fünf auf drei reduziert. Die Zahl der Bereichsleiter sank damit von 16 auf 9.

Janet Lindgens


Kommentare
18.01.2013
11:35
National-Bank in Essen will 50 bis 70 Stellen abbauen
von TVtotal | #7

Es geht eindeutig aufwärtz...Commerzbank will noch viel mehr raushauen, der neue Bergbau im bezug auf Arbeitsplatzabbau sind halt die Banken, jedes On-Line Banking kostet halt Arbeitsplätze dazu müssen ja die Gewinne der Aktionäre steigen!

18.01.2013
11:31
Mehr Platz für weniger Banker
von ramirez | #6

Na, da trifft es sich doch, dass sich die National-Bank vor gerade einmal drei Monaten dazu entschlossen hat, die oberen Stockwerke des Baedekerhauses zu nutzen ;-)

17.01.2013
17:03
450 €-Jobber in die Führungsebene, die ...
von frankulric | #5

dann mit dem Sozialticket zur NB fahren. Dann gibt es auch keinen teuren Vorstand mehr, keine hohe Fahrzeugkosten für Vorstandfahrzeuge und die Gewinne steigen. So haben die Aktionäre, das zuständige Finanzamt und die Gewerbesteuerstelle in Essen alles etwas davon !

17.01.2013
14:24
National-Bank in Essen will 50 bis 70 Stellen abbauen
von paranoidus | #4

Wie pervers das alles ist,sieht man daran,dass das Unternehmen das auch gerade 120 Mitarbeiter entlassen hat,sich hier zum Moralapostel aufschwingt,bei der Telekom haben sie die Kommentatorenfunktion gleich abgestellT:
Das ist mehr als nur erbärmlich.

1 Antwort
Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #4-1

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17.01.2013
14:13
Banker zu billigen Altenpflegern, das Jobwunder der Ursula von der Leyen
von wohlzufrieden | #3

Das geht so weiter, bis es irgendwann nur noch Zeitarbeiter und Tagelöhner gibt.

17.01.2013
10:46
Nationalbank baut Stellen ab
von Hubelwusel | #2

Genau so wirds gemacht. Schmeißt alle raus, zahlt denen die noch bleiben dürfen nur noch Minilöhne und wundert Euch dann wenns mit der Inlandsnachfrage irgendwann nicht mehr klappt.
Soziale Marktwirtschaft war gestern heute ist nur noch Gewinnmaximierung.
Aber was rede ich , bei dieser Mediengruppe hier geht es ja genauso.
PS: Verzichtet Herr Lange auch auf einen Teil seiner Bezüge ? Oder muß da nicht gespart werden ?

17.01.2013
08:36
Nationalbank baut Stellen ab
von Hans100 | #1

Man weiß schon wo und wieviel Personal abgebaut werden soll. Trotzdem ist noch kein Beschluss gefasst und ob es sich rechnet ,weiß man auch noch nicht nicht.Was soll dann diese voreilige, Mitarbeiter und Kunden verunsichernde Meldung??Ein Vorstand hat die permanente Aufgabe Kosteneinsparmöglichkeiten zu untersuchen,auch beim Personal,Aber an die Öffentlichkeit sollte man doch erst gehen, wenn konkrete Beschlüsse gefasst und ihre Wirtschaftlichkeit nachgewiesen ist!

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