Närrisches Brauchtum und Entwicklungshilfe

Die Mau-Mau-Nacht entstand aus einer Bierlaune, war aber keineswegs eine Schnapsidee: Im Dezember 1993 trafen sich drei Freunde in einer Kneipe in Überruhr und überlegten im Laufe des Abends, wie sie „ihr“ Hilfsprojekt Solisa im westafrikanischen Mali unterstützen könnten. Weil in der Kneipe Karnevalsschlager erklangen, wurde die Idee geboren, närrisches Brauchtum und Entwicklungshilfe zu verbinden.

Seither wird Karnevalssamstag die Mau-Mau-Nacht gefeiert, die sich zum Kult entwickelte – und deren Erlös stets an den Solisa Freundeskreis Essen geht. Um die Dorfentwicklung im Mali zu unterstützen, verzichten alle Beteiligten auf ihre Honorare. Die Mau-Mau-Nacht wurde schon in verschiedenen Stadtteilen gefeiert, 2014 kehrte sie an ihren Gründungsort Überruhr zurück, wo sie auch dieses Jahr stieg.