Nachhutgefechte im Rat zum Entwässerungsstau

War das jetzt alles eine „inszenierte Empörung“, wie die Grünen finden, oder das gerade noch rechtzeitige Weckmittel, um einen lähmenden Baustopp zu verhindern? Knapp drei Wochen, nachdem sich der befürchtete Entwässerungsstau im Walpurgistal in Wohlgefallen auflöste, gab es im Rat gestern noch letzte Nachhutgefechte zum Streit zwischen Unterstützern und Kritikern der ins Fadenkreuz geratenen Baudezernentin Simone Raskob: Grünen-Ratsherr Christoph Kerscht warf der Planungsverwaltung dabei vor, das Thema „hochgezoomt“ zu haben. Beleg sei ein Vermerk, der ihm bei einer Akteneinsicht in die Hände fiel: Darin heißt es, die Abwasser-Problematik solle gezielt als Schwerpunkt eines abschlägigen Bescheids für ein Bauprojekt formuliert werden – obwohl es auch planungsrechtliche Bedenken gab. Die hätte man ausräumen können, wenden Raskobs Kritiker von SPD und EBB ein. Die von grüner Seite geforderte Entschuldigung für die Baudezernentin gab es deshalb nicht.