Nach Sparkassen-Überfällen und Festnahme: Suche nach Bankräuber geht weiter

Auch ein Hubschrauber der Polizei war am Mittwoch bei der Fahndung im Einsatz.
Auch ein Hubschrauber der Polizei war am Mittwoch bei der Fahndung im Einsatz.
Foto: Daniel Elke/ FUNKE Foto Services (Archivbild)
Was wir bereits wissen
Am Mittwoch wurden kurz nacheinander Sparkassen-Filialen in Bottrop und Essen überfallen. Das SEK nahm einen Verdächtigen fest. Der aber wurde wieder freigelassen.

Bottrop/Essen/Gelsenkirchen.. Ein maskierter Mann hat am Mittwoch gegen 11.50 Uhr die Sparkassen-Filiale am Karnaper Markt in Essen überfallen. Nach bisherigen Erkenntnissen trug der Täter eine Schusswaffe. Gegen 13.30 Uhr nahmen SEK-Beamte einen Verdächtigen in Bottrop fest - doch den Mann mussten sie wieder freilassen. Der Bankräuber soll in der Essener Sparkassen-Filiale mehrere tausend Euro erbeutet haben. Kunden oder Mitarbeiter wurden bei dem Überfall nicht verletzt.

Ein Überfall in Bottrop, zwei Taten in Karnap

Zuvor war am Mittwochvormittag (25. Februar) gegen 11.25 Uhr eine Sparkassen-Filiale an der Johannesstraße in Bottrop-Batenbrock überfallen worden. Auch der flüchtige Täter dort soll mit einer Schusswaffe gedroht haben. Beute machte er allerdings nicht.

Die 25 Minuten darauf überfallene Sparkassen-Filiale am Karnaper Markt, die nur wenige Kilometer von der Bottroper Geschäftsstelle entfernt liegt, war bereits vorigen Freitag (20. Februar) ausgeraubt worden. Noch am selben Tag hatte die Polizei danach einen 35-Jährigen in Gewahrsam genommen. Er war jedoch am Wochenende wieder auf freien Fuß gekommen. "Wir sind uns sehr sicher, dass er es nicht war", sagte ein Polizeisprecher am Mittwoch.

Zusammenhang zwischen allen Überfällen möglich

Ob alle drei Banküberfälle auf das Konto eines Täters gehen, scheint zumindest nicht unwahrscheinlich. Ein Hinweis darauf: Die Zeugenbeschreibungen des Täters ähneln sich auffallend. Demnach ist der Mann circa 1,70 Meter groß und trug am Mittwoch ein graues Kapuzenshirt, eine grauschwarze Hose, Turnschuhe und eine Sonnenbrille.

Nach den Überfallen am Mittwoch (25. Februar) startete die Essener Polizei eine groß angelegte Fahndung, auch ein Hubschrauber war im Einsatz. Unterstützung erhielten die Essener Beamten auch aus Gelsenkirchen. Polizeisprecher Guido Hesse bestätigte auf Nachfrage, dass auch die Beamten in Gelsenkirchen an der Fahndung beteiligt sind. Bislang allerdings vergeblich.

Auch am Mittwoch kam ein Festgenommener wieder frei

Zwar hatten Sondereinsatzkräfte am Mittwoch gegen 13.30 Uhr einen Verdächtigen in Bottrop festgenommen. Er soll aber nicht für die Taten verantwortlich zu sein, erklärte die Pressestelle der Polizei am Mittwochnachmittag. Bei dem Tatverdächtigen, den die SEK-Kräfte am Mittwoch nach dem zweiten Überfall gestellt hatten, handelt es sich laut Polizeiangaben nicht um den am Freitag festgenommenen Mann. Die Suche nach dem Täter geht also weiter.

Wer den Räuber sieht, solle nicht selbst handeln, sondern 110 wählen, warnt Peter Elke, Sprecher der Polizei Essen. Es ist unklar, ob es sich bei der Waffe des Täters um eine scharfe Schusswaffe handelt.

Hinweise nimmt die Polizei Essen auch unter der Telefonnummer 0201-8290 entgegen, die Polizei in Recklinghausen unter 02361-550. (pg)