„Nach Duisburg geht nichts mehr“
25.07.2010 | 16:50 Uhr 2010-07-25T16:50:00+0200Auf Dutzenden von Seiten hatte die Bahn AG den „Fahrplan Loveparade“ zwischen Samstag 8 und Sonntag 10 Uhr erfasst. Doch die blauen Blätter flatterten am Nachmittag in großen Stapeln herum wie Altpapier; Die Todesfälle von Duisburg hatten sie zu Makulatur gemacht.
Zumindest am Essener Hauptbahnhof war die Anreise des Paraden-Publikums lange wie geplant abgelaufen. Dutzende von Service- und Sicherheitskräften standen auf den Bahnsteigen Richtung Duisburg verteilt und sorgten dafür, dass sich an den überfüllten Bahnen die Türen schlossen, damit die Züge so schnell wie möglich aus dem Bahnhof rollten.
Gegen 16 Uhr gab es die befürchtete Nachricht aus Duisburg: Weil dort am Hauptbahnhof Menschen über die Gleise eine Abkürzung zum Festivalgelände suchten, ließ die Bundespolizei die Strecke sperren. Vom überfüllten Bahnsteig strömten die Besucher Richtung Freiheit, weil die Bahn ihnen dort Busse versprochen hatte. Die kamen kurz darauf auch und wurden mit Jubel von denen begrüßt, die ausgeharrt hatten. Ein Teil der Besucher war schon wieder Richtung Gleis 1/2 zurück gestürmt, weil es hieß: Die Züge rollen.
Als die ersten Nachrichten von den tödlichen Unfällen in Duisburg einliefen, war der Fahrplan vollends über den Haufen geworfen. Die Rückreise der Besucher würde viel früher und massiver einsetzen als geplant - und sich zudem noch überschneiden mit dem immer noch andauernden Anreiseverkehr.
Jetzt bekamen die Service-Teams in den orangefarbenen Leibchen einen klaren Kampfauftrag: So schnell wie möglich sollten die Reisenden aus dem Bahnhof geschleust werden, um Panik und Überfüllungen zu vermeiden.
„Ein Zugverkehr nach Duisburg ist nicht möglich.“ „Der Bahnhof Duisburg wird zur Zeit nicht angefahren“, hießen gegen 20 Uhr die häufigsten Durchsagen auf den Gleisen. Und, eine glatte Notlüge: „Der Veranstalter der Loveparade hat die Veranstaltung für beendet erklärt.“
Die Bahnhofsmission alarmierte weitere ehrenamtoliche Helfer, die Reisende auf den Bahnsteigen über die Möglichkeiten zur Weiterfahrt informieren sollten. Doch das erwies sich als fast unmöglich: Die Zugführer wussten oft bis zur Abfahrt selbst nicht, wohin die Reise gehen würde. „Wo kann ich denn noch hin?“, fragte der Lokführer einer S-Bahn per Handy am Leitstand. Inzwischen war die Strecke nach Duisburg fast ständig gesperrt. Schließlich lenkte er seinen Zug nach Oberhausen.
17:43
Ta77, du kennst sicherlich auch viele andere Sachen nicht gut.
Deine Rechtschreibung ist delantentitatutistisch.
10:12
Ich kenne eure stadt nicht so gut .Was bei euch so ablauft oder nicht .aber freunde wohnen hier und die haben mir gesagt das euer OB eigentlich bei jedem neu eröffnung einer trinkhalle zu sehen ist und das auch von jeder zeitung berichtet wird .Es soll keine woche geben wo man euren super OB nicht in der zeitung sieht .und Die Presse konferenz hat das auch bestätigt niemand war schuld einzig die personen die bein Rve dabei waren .das sicherheitskonzept war schlüssig,ja genau um in den tot zu treten .
ein glück das ich nicht in eure bekackte stadt wohne .
Das schlimmste dabei das so ein delantismus so vielen leid zugefügt hat.
Ich hoffe nur das nichts unterm teppich gekehrt wird und das man eine brutal mögliche aufklärung betrreibt und nichts unterm teppich geehrt wird .dafürsind die bürger der stadt verantwortlich am ball zu bleiben .Als respekt gegenüber den verletzten und toten .
19:41
Solche Unglücke passieren halt wenn die Provinz versucht Großstadt zu spielen!
19:27
mkoerber, immer bei den Tatsachen bleiben! Die Metropole Ruhr hat das Ereignis in den Pott geholt, NACHDEM es in Berlin schon mehrere Jahre nicht mehr lief - weil Berlin das Ereignis nicht mehr austragen wollte!
Und wer hier zu dumm zum in die Ecke s.... ist, muss erst nochmal geklärt werden. Bei aller Tragik und bei aller Not ich halte es auf jeden Fall für sehr dumm, irgendwo hochzuklettern und Zeune und Absperrungen einzutreten, die dann auf die Menschenmassen gedrückt werden!
19:12
Die Bedenkenträger sind wieder unterwegs. Erst eine miserable Planung (für 350000TSD?) dann die große Frage der Schuld(zuweisung) und jetzt das Ende der LOVEPARADE.
Im Potts sinds zu dumm zum in die Ecke s........!
Die LOVEPARADE muss weiter gehen. Erst holen die Ruhrgebietsstädte das Ereignis in den Pott und jetzt wirds abgewürgt.
Natürlich ist es mehr als traurig, das durch diese miese Planung soviele junge Menschen sterben mussten, aber deshalb diesen Menschen eine Fest der Lebensbejahung zu nehmen ist einfach nur dumm.
18:46
Mann Mann Mann!! Eine Klasse Artikel!! Der Lokführer lenkte seinen Zug nach Oberhausen!! Wäre es nicht insgesamt ein sehr trauriger Anlass, würde diese Aussage bestimmt für Erheiterung sorgen