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Essen.2030

„Mut machen statt Miesepetern“

20.09.2012 | 19:15 Uhr
„Mut machen statt Miesepetern“
Bei „Essen.2030“ dreht sich alles darum, wie sich Essen in den nächsten 18 Jahren entwickeln soll, angefangen beim Park, der Schule oder Kita, Haupt- oder Nebenstraße vor der Haustür.Foto: Uwe Möller

Essen.   Jetzt sind die Bürger dran: Bei „Essen.2030“ sollen sie ihre Visionen formulieren. Am 22. September gibt es eine große „Essen.2030“-Party vor der Marktkirche.

Wie bekommt man die Essener am besten dazu, sich an etwas zu beteiligen? Na logo: Indem man auf sie zugeht und ihnen etwas bietet, das ihnen Freude bereitet. Eben mit ein paar Lockmitteln. Die haben Oberbürgermeister Reinhard Paß, seine Mitstreiter und -gestalter vom groß angelegten Strategieprozess „Essen.2030“ gewiss parat – am Samstag, 22. September, von 12 bis 16 Uhr vor der Marktkirche an der Porschekanzel.

Dort bieten sie ein Programm mit knapp 100 Künstlern, Musikern und Gesprächspartnern, mit Artistik, Dialogrunden und Präsentationen zu „Essen.2030“.

Aber Vorsicht: Wer sich vergnügt, muss damit rechnen, angesprochen zu werden – vom Oberbürgermeister persönlich oder seinen Kollegen aus dem Dialog-Bus, der neben der Bühne parkt.

In ihm dreht sich alles darum , wie sich Essen in den nächsten 18 Jahren entwickeln soll, angefangen beim Park, der Schule oder Kita, Haupt- oder Nebenstraße vor der Haustür, über das Welterbe Zollverein im Norden bis hin zum Baldeneysee im Süden der Stadt.

Der Beteiligungsprozess Essen.2030 startet offiziell am 22. September 2012. Für die Auftaktveranstaltung werben: Oberbürgermeister Reinhard Paß (3.v.r.) sowie v.l.n.r.: Dr. André Pohlkamp, Roland Berger Strategy Consultants; Reinhard Wiesemann, Inhaber Unperfekthaus; Dr. Oliver Märker, Zebralog; Günter Berndmeyer, Projektleiter Essen.2030; und Axel Koschany, Koschany+Zimmer Architekten KZA.Foto: Peter Prengel / Stadtbildstelle

„Es ist der Startschuss für eine öffentliche Beteiligungsoffensive, die beispiellos in Deutschland ist“, so Paß. „Mut machen statt Miesepetern“, lautet seine Devise für die Mitmachphase. Nicht Mankos stehen im Fokus, sondern Orte in der Stadt, die es zu entwickeln oder schützen gilt.

Aber nicht nur im Dialog-Bus, der die nächsten Wochen mindestens einmal in jedem Stadtteil Halt machen soll, können die Essener ihre Anregungen und Visionen formulieren. Auf www.essen2030.de wird um die besten Ideen für eine lebenswerte Stadt geworben – im Rahmen eines kleinen Wettbewerbs. „Wie soll Essen im Jahr 2030 aussehen? Für welche Themen müssen wir uns stark machen? Sagen Sie uns, was Ihnen am wichtigsten ist“, heißt es auf der Seite, die am 22. September online geht.

Bürger können dort ihre Vorschläge für die fünf Mitmachfelder „Essen.erfolgreich“, „Essen.vielfältig“, „Essen.urban“, „Essen.engagiert“ und „Essen.talentiert“ eintragen. Und hoffen, dass sie anderen gefallen. Denn je mehr Menschen im Internet für ihren Vorschlag votieren, desto größer wird die Chance, dass sie in den nächsten 18 Jahren umgesetzt wird.

Ihre Lieblingsorte und die, die es noch werden sollen, können Bürger ebenfalls eintragen. „Wir schauen uns jeden Beitrag an; einen Rechtsanspruch auf Umsetzung gibt’s aber nicht“, sagt Projektleiter Günter Berndmeyer.

Über 1000 Gespräche geführt

So sieht die „Essen.2030“-Webseite www.essen2030.de aus, die am 22. September an den Start geht.Foto: Zebralog

„Wir brauchen keine Schmeichler, sondern engagierte Querköpfe “, sagt Paß. Mit Reinhard Wiesemann, neuster Zugang im Beraterkreis von „Essen.2030“, hat er wohl einen solchen gefunden. „Ich finde das Verfahren sehr klug“, adelt der Kreativunternehmer, Inhaber von Generati­onenkulthaus, Linux Hotel und Unperfekthaus, den „eher unkonventi­onellen Kurs, den die Stadt da einschlägt“. Er liebe offene Prozesse.

Architekt Axel Koschany, der für die Interessengemeinschaft der Essener Wirtschaft (IEW) – den Investor – mit am Tisch sitzt, rechnet mit „einer guten vierstelligen Zahl von Bürgern, die sich beteiligen“. Über 1000 Gespräche, rechnet Berndmeyer vor, habe man schon am Stand beim Thyssen-Krupp-„Ideenpark“ geführt.

Der Dialog-Bus unterwegs

In nächster Zeit tourt der Dialog-Bus durch Essen – das sind die nächsten Haltestellen: 25. September: 14 bis 17 Uhr, Altes Rathaus Werden, Brückstraße – ab 14 Uhr mit Bezirksbürgermeister (BM) Michael Bonmann, Mitgliedern der Bezirksvertretung (BV) und des Bürger- und Heimatvereins.

28. September: 9 bis 12 Uhr, Rathaus Kettwig, Hauptstraße – ab 9.30 Uhr mit Bonmann und der BV; Angebote des Heimat- und Verkehrsvereins Kettwig. 28. September: 15.30 bis 19 Uhr, Storpplatz – ab 16.30 Uhr mit BM Peter Valerius und Florian van Rheinberg (Aktion Waende Süd-Ost) und der BV. 29. September: 10 bis 12.30 Uhr, Rüttenscheider Markt – ab 10 Uhr mit BM Gerhard Barnscheidt und BV-Mitgliedern.

30. September: 11 bis 15 Uhr beim Zechenfest, Zollverein XII, Gelsenkirchener Straße 181. 2. Oktober: 8.30 bis 13 Uhr, Borbecker Markt, Marktstraße – ab 9 Uhr mit BM Helmut Kehlbreier und BV-Mitgliedern.

Pascal Hesse



Kommentare
21.09.2012
17:54
„Mut machen statt Miesepetern“
von marcwause | #3

Und wer zahlt den Spaß?

21.09.2012
17:52
OB ist langweilig!
von marcwause | #2

Unser OB hat wohl keine eingenen Ideen!

Der soll mal die Augen aufmachen und durch unsere Stadt fahren.

Vorschläge:
A52 ausbauen. Marode Schwimmbäder schließen (Hesse). Bei seiner "Genossin" Frau Kraft um Subventionen für die Messe werben. Während Köln und D-dorf viel Geld vom Land bekommen, steht die Stadt hier alleine da. Bauland ausweisen. Grünanlagen säubern lassen. Straßen reparieren. Nachbarstädte eingemeinden. Schulden Tilgen. Essen besser vertreten u.v.m..



Es gibt so viel zu tun! Es scheint, unserem OB ist langweilig....

21.09.2012
09:26
„Mut machen statt Miesepetern“
von Dr.Akula | #1

Heißt auf Deutsch: Die Leute belügen anstatt die Wahrheit zu sagen.

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