Motivationstrainer wird „Kopf des Jahres“

„Von den Besten lernen, heißt siegen lernen. Das ist die Idee, die dahinter steckt“, sagt Hans Piechatzek zur Frage, warum sich vor 35 Jahren der Marketing Club Essen gegründet hat, der sich mittlerweile Marketing Club Ruhr nennt. Der Oberhausener Piechatzek ist Präsident des Clubs. Was 1980 mit elf Gründungsmitgliedern begann, die zum Großteil aus Essener Konzernen kamen, ist mittlerweile zu einem Netzwerk von über 200 Personen angewachsen, vom Einzelunternehmer über den Mittelständler bis zum Marketingchef einer Aktiengesellschaft.

Seit 2012 zeichnet der Club Unternehmen, Agenturen und Start-Ups mit dem Marketingpreis für herausragende Leistungen aus. Im Namen des Preises – er lautet „Tacken“ – drückt sich die Verbundenheit zum Ruhrgebiet aus. „,Leg mal ‘nen Tacken zu’, den Spruch kennt man hier im Revier. Bei uns steht er für das entscheidende Bisschen, das Produkte und Unternehmen von anderen abhebt“, sagt Piechatzek.

Der erste Preisträger des diesjährigen Tacken in der Kategorie „Kopf des Jahres“ steht bereits fest. Reinhard Sprenger, Unternehmensberater, Autor und Lehrbeauftragter an den Universitäten Essen, Berlin, Bochum und Köln erhält in diesem Jahr die Auszeichnung. Der 61-Jährige ist gebürtiger Essener und hat diverse Managementbücher zum Thema Motivation und Führung geschrieben. Die Gründe für die Wahl Sprengers will der Marketing Club kommende Woche vorstellen. In der Vergangenheit wurden Fußballlegende Willi Lippens, Theaterunternehmer Christian Stratmann und Sternekoch Nelson Müller als „Kopf des Jahres“ausgezeichnet.

Mit dem „Tacken“ hat der Club an öffentlicher Wahrnehmung gewonnen. Doch vor allem wurde der Verein gegründet, um Kontakte zu knüpfen und das Angebot an Vorträgen zu nutzen. Mit seiner Umbenennung vor zwei Jahren wollte der Club auch ein Zeichen setzen: „So wie die Menschen im Ruhrgebiet allmählich ein neues Gemeinschaftsgefühl entwickeln, sollte auch die Namensänderung des Clubs verdeutlichen, dass man ein Netzwerk ist, das über Stadtgrenzen hinaus reicht“, meint Piechatzek.