Moschee-Bau wird genehmigt
21.08.2008 | 21:05 Uhr 2008-08-21T21:05:52+0200RELIGION. Die Stadt hat gegen das Vorhaben des türkisch-islamischen Ditib-Vereins in Altendorf keine baurechtlichen Bedenken. Wenn alles klappt, soll das Gotteshaus im Herbst 2009 fertig sein.
Seit über einem Jahr sind die Pläne für die Moschee am S-Bahnhof Frohnhausen in der Warteschleife - gestern ist der türkisch-islamische Ditib-Verein in Altendorf seinem Ziel entscheidend näher gekommen: Denn die Stadt wird dem Vorhaben in dem ehemaligen Böhmer-Schuhlager im Gewerbegebiet "In der Hagenbeck" eine Baugenehmigung erteilen. Dies berichtete die zuständige Verwaltung dem Ausschuss für Stadtentwicklung und Stadtplanung am Abend hinter verschlossenen Türen.
Plazet unter Auflagen
Es soll jedoch ein Plazet unter Auflagen sein, wie die NRZ erfuhr: In dem künftigen Altendorfer Gotteshaus, das den Namen "Merkez"-Moschee (Zentrums-Moschee) tragen wird, dürfen sich maximal 400 Menschen gleichzeitig aufhalten, davon höchstens 360 in dem von einer Kuppel überspannten Gebetsraum in der oberen Etage des Gebäudes. Auf dem 6300 Quadratmeter großen Gelände ist zudem eine ausreichende Zahl von Parkplätzen zur Verfügung zu stellen. Der ursprünglich geplante Lebensmittelmarkt ist übrigens kein Thema mehr. In dem Gewerbegebiet erlaubt die Stadt grundsätzlich keinen Einzelhandel, der den eingesessenen Geschäftsleuten im Stadtteil zusätzliche Konkurrenz machen könnte (wir berichteten).
Ansonsten habe sich an den ursprünglichen Planungen für die neue Heimat der seit über 20 Jahren an der Helenenstraße ansässigen Ditib-Gemeinde nichts geändert, was der Rede wert sei, sagte der federführende Architekt Oylar Saguner, gestern auf Anfrage. Der Kranz, auf dem das Kuppeldach aufliegen soll, habe eine etwas andere Neigung und eine Treppe werde etwas verlegt, um den Eingang zu den sozialen Einrichtungen offener zu gestalten, so Saguner. Der hat - wenn alles klappt - bereits einen Eröffnungstermin für die Merkez-Moschee im Blick: "schätzungsweise im Oktober oder November nächsten Jahres".
Spätestens dann wird sich zeigen, ob die Einschätzung derer zutrifft, die einen Blick in den Bauantrag für das Gotteshaus samt 22 Meter hohem Minarett mit allein optischer Funktion werfen konnten: "Spektakulär wird das nicht."
Seit seinem Bekanntwerden hat das Bauvorhaben unter den Bewohnern des Stadtteils vehemente Gegner und nicht minder engagierte Befürworter gefunden. Ein Altendorfer Bündnis aus Kirchengemeinden, Vereinen und Institutionen mühte sich, vielfältige Bedenken und das "zentrale Problem der Fremdheit", wie es hieß, auszuräumen.
Die genauen Pläne öffentlich machen
Gemeinsam stellte man sich gegen einen Aufmarsch der NPD, die im Dezember versuchte, Kapital zu schlagen aus Befürchtungen in der Bevölkerung. Gemeinsam appellierte man aber auch immer wieder an den Moschee-Verein, für mehr Transparenz zu sorgen. Ein Versprechen des Ditib-Vorstandes muss noch eingelöst werden: die genauen Pläne öffentlich machen zu wollen.
08:42
Es ist vorbei in Deutschland !!
13:03
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09:07
Ich lese immer Merkels Moschee
07:13
Ist ja schon schade das manch Mitbürger aus Altendorf wegziehen möchten, wo Altendorf doch laut WAZ besser als sein Ruf sein soll.
21:51
Ich muss täglich durch den S-Bahn Bahnhof Frohnhausen laufen. Das ist einer der Hauptbedenken die ich (Frau) habe. Ich habe keine Lust mich von so vielen Teesäufern in Cliquen blöd anmachen zu lassen. Abgesehen davon wohnen wir zurzeit in einer relativ ruhigen und gemischten Straße. Ich glaube nicht, dass alle Anwohner das hinnehmen werden! Als wir heute den Ansatz der Kuppel gesichtet haben, ist uns schlecht geworden. Und wir schauen uns aktiv nach einer neuen Wohnung um, die wird weder in Altendorf noch in Frohnhausen liegen!!! Schade für die Rentner die schon teilweise über 20 Jahre hier wohnen. Die Stadt hätte da mal ein Jugend- oder Sportzentrum errichten sollen. Somit würden die Jugendlichen auch nicht vor Langeweile auf komische Gedanken kommen.
Ps. Zu #20: Lern erst mal deutsch !!!! So viel zum Thema Integration.
13:50
25. April 2010
Und die Moschee ist immer noch nicht gebaut... ich würd mal sagen... Das soll so bleiben!
12:11
Hi,
na darf ich denn auch in der Türkei meine Katholische Kirche bauen ???
Soviel Toleranz ist schon krank.
19:47
ich möchte neue moschee fertig sehen ok
18:51
ich finde es nicht gerade geschmackvoll eine moschee mitten in ein wohngebiet zu bauen.Moechte nicht wissen womit die stadt geschmiert worden ist diesen bau zu genehmigen
denkt keiner darin wieviel arbeitsplaetze venichtet werden wenn die noweda weggeht.
12:55
Integration schön und gut! Aber was ist mit den 350 Männern und 50 Frauen der Gemeinde? Was ist das für ein Verhältnis? Was da mit den Frauen gemacht wird entspricht sicher nicht den Gleichsetzungen unserer Kultur. Und dass das dann offiziell noch genehmigt wird! Sollte mal jemand versuchen, in einem islamischen Land eine christliche Kirche zu errichten. Warum sind diese stark unterschiedlichen Religionen, Einstellungen etc. eigentlich immer noch so schwer auf einen Nenner zu bringen. Das Mittelalter ist in dieser Hinsicht noch nicht überwunden.