Mordsmäßiger Geschmack

Ü

ber Politik reden die Leute schon lange nicht mehr, auch über das aktuelle Wetter sollte man lieber schweigen. Heutzutage plaudert man über die letzte Tatort-Folge. Wo ich auch stehe, überall wird über die jüngste Folge im Fadenkreuz. Die einen finden den Weimar-Krimi grandios, die anderen schwören auf Batic und Leitmayr. Solche Feindschaften kennt man sonst nur zwischen Borussia- und Schalke-Fans. Ich werde deswegen auch den Teufel tun, an dieser Stelle mitzuteilen, welche Vorliebe ich habe. Ob ich lieber im Saarland mitfiebere oder doch eher den guten alten Zeiten des Essener Kommissars Haferkamp nachtrauere? Ich würde es mir mit einer Seite verscherzen. Das ist mir zu brenzlig.

Nur so viel sei verraten, wenn es schon um deutsche Krimi-Serien geht: Mein Favorit hat nichts mit der Tatort-Reihe zu tun. Mein Lieblings-Kriminaler ermittelte immer freitagabends. Und obwohl er eine nahezu hundertprozentige Aufklärungsquote vorweisen konnte, wurde er nie befördert. Wissen Sie wen ich meine? Keine Idee? Holen Sie schon mal den Wagen, dann fällt’s Ihnen bestimmt wieder ein.