Moderne Ausstattung hinter alten Mauern

Es ist das Entree der Folkwang-Universität der Künste. Aber der historische Torbogen am Campus Werden ist noch viel mehr: Büro- und Übungsraum, und nun auch ein weiteres hervorragendes Beispiel dafür, wie sich die Folkwang-Uni baulich sukzessiv erneuert ohne ihren historischen Charme zu verlieren. Und das im laufenden Betrieb, wie Rektor Kurt Mehnert gestern bei der Präsentation betonte.

„Räumchen wechsel dich“ – das ist für die Studenten, aber vor allem auch für die vielen Mitarbeiter der Folkwang-Universität seit 2002 schon eine vertraute Übung. Diverse Aus- und Umzüge wurden bereits gestemmt, Ersatz-Übungscontainer auf- und wieder abgebaut. Erweiterungsraum ist nun mal knapp bemessen in Werden und deshalb wird großen Wert darauf gelegt, die historische Bausubstanz in gutem Zustand zu halten. 28 Millionen Euro hat das Land bisher in die Arbeiten an der alten Abtei investiert, so Armin Lövenich, Leiter der Duisburger Niederlassung des Bau- und Liegenschaftsbetriebes NRW. Der Umbau des Preußenflügels wurde über die Jahre in Angriff genommen und ein preisgekrönter Bibliothek-Neubau eingeweiht. Als nächstes Projekt steht die Sanierung des ehemaligen Wohnhauses für das Folkwang-Rektorat auf dem Programm.

Kernsaniert steht der historische Torbogen nun wieder für den Studienbetrieb bereit. 2,3 Millionen Euro hat das Land nicht nur für die Arbeiten an Dach und Fach zur Verfügung gestellt. Neben der Erneuerung der gesamten elektrischen und sanitären Einrichtungen wurde vor allem auch in den Brandschutz investiert. Im ersten und zweiten Obergeschoss finden sich nun ein großer und ein kleiner Probensaal für Stimmproben, die Jazz-Bigband sowie Kammer- und Streichmusik. Und wie man beste Akustik im Einklang mit dem Denkmalschutz hinbekommt, darin hat man in der Folkwang-Universität der Künste nun schon einige Übung.