Mit dem Rad an Essens nördlicher Grenze entlang

Der Rhein-Herne-Kanal mit seinen Brücken, die A 42 – hier, im Norden, entdecken Radler viel Typisches.
Der Rhein-Herne-Kanal mit seinen Brücken, die A 42 – hier, im Norden, entdecken Radler viel Typisches.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Vierter und letzter Teil: Wo Essen an Oberhausen, Bottrop und Gladbeck grenzt, finden Radler viele Ruhrgebiets-Klischees

Essen.. Eine Radtour entlang der Stadtgrenze – an Gelsenkirchen und Bochum entlang war es sehr abwechslungsreich, das Teilstück Hattingen/Velbert war pittoresk, hügelig und entsprechend anstrengend. Die Mülheimer Grenze entpuppte sich als weitgehend beschauliches Stück, während der letzte Teil, den Norden entlang, ein Fall für echte Fans des Ruhrgebiets ist.

Los geht’s da, wo Frintrop endet und Oberhausen anfängt, Dellwiger Straße, der Gleispark Frintrop – ein altes Güterbahngelände, das man der Natur zurückgegeben hat. Entstanden ist ein lohnenswertes Ausflugsziel mit dichtem Birkenbestand in ungeschminkter, rauer Umgebung: Hier, und jetzt fahren wir am Rhein-Herne-Kanal entlang, riecht es zwischendurch immer noch nach Steinkohle, haben die Häuser nur notdürftig verputzte Setzrisse vom Bergbau, dazwischen liebevoll gepflegte Kleingärten, und irgendwo rauscht die A 42. Wir begegnen Bottrop mit Blick auf Kokerei und Emscher, Güterbahnen sind unterwegs, ein Gewerbegebiet heißt hier seltsamerweise „Kruppwald“.

Und am Karnaper Müllheizkraftwerk, an der B224, umrunden wir Essens nördlichsten Stadtteil, Karnap, mit seinen beschaulichen Zechenhäusern, echte Postkartenmotive findet man hier zuhauf, und nur Leute, die den Norden aus Borniertheit meiden, staunen darüber. Eine Glasfabrik ist vermutlich Essens nördlichster Industriegebiet, Gladbeck kommt ist auch schon bald wieder vorbei, ein kleines Waldstück, stolze Steigervillen an der Grenze zu Gelsenkirchen. Das ist so schön hier! Hier, an der Grenze zu Gelsenkirchen, startete die Tour am 18. Mai, hier hört sie wieder auf. Hundert Kilometer Essener Grenze – eine Stadt, die kaum zu fassen ist.

Zum ersten Teil der Radtour: Einmal um die Stadt Essen mit dem Fahrrad

Zum zweiten Teil der Radtour: Eine schöne Radstrecke, die in die Beine geht

Zum dritten Teil der Radtour: Mit dem Rad an der Stadtgrenze zu Mülheim