Mit dem Fahrrad zum Grüne-Hauptstadt-Finale in Bristol

Zum Essener Team, das im Finale von Bristol die Jury überzeugte, gehörte auch Evag-Pressesprecher Nils Hoffmann. Sein Part war es, den Juroren davon zu berichten, dass die Stadt im – vorab als Schwachstelle kritisierten – Themenfeld „Verkehr“ durchaus punkten kann.

Um mit gutem Beispiel voran zu gehen, und zu zeigen, wie emissionsarmes Reisen funktioniert, schwang sich Hoffmann bereits am vorvergangenen Donnerstag auf den Fahrradsattel. Sein Ziel: Die Strecke bis in den Westen Englands mit Muskelkraft zurücklegen.

Vor der Tour suchte Hoffmann nach Mitstreitern, doch fündig wurde er nicht. Also machte er sich alleine auf den Weg. Im neuen Internet-Blog der Essener Verkehrs AG (http://blog.evag.de) schilderte er regelmäßig Details seiner langen Fahrt: „Über 700 Kilometer muss man abspulen, eine Fähre nehmen, sich auf Gegenwind einstellen und fünf bis sechs Tage Zeit haben. Die habe ich mir genommen – und mich bereits nach 15 Kilometern dafür verflucht.“

Erste Panne in Mülheim

Schon in Mülheim stoppte Hoffmann eine erste Fahrrad-Panne, doch danach ging es zügig voran. Das Navi lotste ihn zunächst übers Festland zur Fähre, dann auf die Insel, durch Dörfer und Londons Verkehrschaos – und schließlich ans Ziel. Hoffmann schrieb: „Heute fühlte sich die etwas andere Dienstreise ein ganz klein wenig nach Urlaub an.“ Am Mittwoch erreichte er Bristol. Pünktlich. Sonst wäre es vielleicht nichts geworden mit dem Sieg im „Hauptstadt“-Finale.