Mindestlohn bringt wenig Probleme

Für die Mehrheit der Essener Unternehmen hat der Mindestlohn nur geringe finanzielle Auswirkungen. Dagegen beklagt aber fast jedes zweite Unternehmen die zusätzliche Bürokratie. Bei einer Umfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK) gaben knapp 59 Prozent der Befragten an, dass der Mindestlohn sie nur geringfügig finanziell belasten würde. Knapp 28 Prozent sprachen von „mittleren finanziellen Folgen“, für nur sieben Prozent hat er große finanzielle Folgen, für weitere sieben keine. „Dieses Ergebnis deutet daraufhin, dass die Auswirkungen des neuen Gesetzes nicht den vorhergesagten Warnungen der Ökonomen und Arbeitsmarktforscher entsprechen“, sagte IHK-Hauptgeschäftsführer Gerald Püchel bei der Vorstellung der Befragungsergebnisse. Dennoch stelle sich die Frage, ob der neue Mindestlohn ein „Bürokratie-Monster“ sei, so Püchel. Knapp 30 Prozent der befragten Betriebe gaben an, dass der Mindestlohn eine „mittlere Belastung“ für sie bedeute, 14 Prozent sprachen gar von einer „großen Belastung“. Vor allem die Dokumentationspflicht der Arbeitszeiten heißt für die Unternehmen mehr Aufwand. Immerhin: Fast jedes vierte Unternehmen sieht keine zusätzliche Belastung durch den Mindestlohn.