Mexiko will "Ruhrpott TKilla" von Comedian Onkel Reinhold den Hahn abdrehen
30.04.2011 | 16:33 Uhr 2011-04-30T16:33:00+0200Essen. Mit seinem "Ruhrpott TKilla" hat der Essener Comedian Onkel Reinhold die mexikanische Regierung in Rage gebracht: Um ihren heimischen Tequila zu schützen, will sie dem klaren Korngebräu aus dem Ruhrgebiet den Hahn abdrehen.
Vor drei Jahren hat Schauspieler und Marketingberater Kai Schiwy zusammen mit der Autorin Susanne Demmer den Comedy-Charakter „Onkel Reinhold“ ins Leben gerufen. Unter diesem Namen tritt Schiwy, verkleidet mit Sonnenbrille, Baseballkappe und Tigerfelljackett, monatlich vor knapp 100 Zuschauern in seiner eigenen Thekenshow im Theater Courage auf. In diesem Rahmen stellte er im vergangenen Jahr auch erstmals seinen von der Essener Destillerie Felix Rauter gebrauten „Ruhrpott TKilla“ vor. Ähnlich wie das mexikanische Namensvorbild konsumiert man ihn mittels eines kleinen Rituals: Anstelle von Salz und Zitrone trinkt man ihn mit Fleischwurst und Senf.
Mexiko sieht Namensrechte verletzt
Durchaus eine Anlehnung ans Original — so jedenfalls sieht es der Interessenverband der mexikanischen Tequila-Hersteller, der sich im Auftrag der mexikanischen Regierung die Namensrechte an „Tequila“ für Europa gesichert hat und diese nun verletzt sieht.
Kai Schiwy sieht das natürlich anders. So habe der Name „TKilla“ einen ganz anderen Ursprung“: „Der erinnert an Tante Gilla, die mit ihrem Mann Rudi in einem alten Steigerhaus schon vor Jahrzehnten ein typisches Weizendestillat aus der Heimat genoss.“ Durch einen Hörfehler sei aus „De Gilla“ „TKilla“ geworden. Daran, dass sich der mexikanische Interessenverband dieser ernüchternden Logik geschlagen geben könnte, zweifelt offenbar auch Schiwy selbst.
So wehrt er sich mit aller Kraft dagegen, dass die mexikanische Regierung seine hochprozentige Erfindung austrocknen lässt, schließlich habe er „viel Herzblut und Geld in das Projekt gesteckt.“
Marke eher schwach
Helfen soll nun die Essener Sozietät Holthoff-Pförtner. Dort sieht man durchaus Chancen: Da beim deutschen Patentamt über 170 Marken eingetragen sind, die den Begriff „Tequila“ auf verschiedenste Art variieren, sei die Marke eher schwach, so Anwalt Daniel Schacht. Zudem spreche die Konzentration auf den regionalen Markt und die Ruhrpott-typische Aussprache von „TKilla“ mit hartem „L“ gegen eine Verwechslungsgefahr.
Die Entscheidung liegt nun beim Patentamt. Schiwy hofft auf eine gütliche Einigung, denn „Völkerverständigung ist wichtig“. Und so träumt er davon, demnächst mit mexikanischen Tequilabrauern in Frieden anstoßen zu können — mit Fleischwurst, Senf und Tkilla.
07:53
Ist doch fast so wie bei einem Pillkaller. Da kommt grobe Leberwurst und Senf oben auf das Glas.
Es trinkt der Mensch, es säuft das Pferd. In Pillkallen ist es umgekehrt.
00:43
Fleischwurst und Senf, gern!
Aber davon abgesehn, ist der Schnappes so miese, das man den Geschmack übertünchen muß?
Dann lieber richtig kaltstellen und Fleischwurst und Senf für nebenher!
Darf auch gern etwas mehr sein, von allen dreien.
Bloß kein von dem miesen Ossi-Senf, lieber Löwen oder sowas.
17:42
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15:57
Bah, Senf zum Schnappes is doch bekloppt...
14:27
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12:27
Is wie ATTA-TÜRK und der WC-Reiniger.