Messerstiche in Panik
06.12.2007 | 12:00 Uhr 2007-12-06T12:00:00+0100Bei dem Tötungsdelikt, bei dem ein Homosexueller einen Internet-Bekannten niederstach und tödlich verletzte, ist Notwehr nach Polizeiangaben nicht auszuschließen. Der 19-Jährige ist bereits auf freiem Fuß.
Wie berichtet stach am Dienstagabend, 4. Dezember, gegen 20 Uhr ein 19-jähriger Mann bei einem erstmaligen Treffen seine "Chatbekanntschaft " nieder. Beide Männer sind homosexuell undkannten sich seit etwa 14 Tagen aus dem Internetchat.
Beim ersten Zusammentreffen in der Wohnung des 19-jährigen an der Eschenburgstraße kam es zum tödlichen Streit. Der 34-jährige Christian M. wurde mit mehreren Messerstichen schwer verletzt und starb noch in der Wohnung. Der 19-jährige Raphael R. verständigte sofort die Polizei und wandte sich Hilfe suchend an seinen Nachbarn.Der 19-jährige wurde festgenommen. Das Kriminalkommissariat 11 ermittelt und hat eine Mordkommission unter der Leitung von Kriminalhauptkommissar Ralf Menkhorst gebildet.
Der Beschuldigte wurde nach Polizeiangaben inzwischen ausführlich zum Tatgeschehen vernommen. Demzufolge ist er im Rahmen des Geschehens in Angst und Panik verfallen und daraus sei der massive Einsatz der verwendeten Messer erklärbar. Offenbar war er, so die Polizei, dem später Getöteten körperlich und auch psychisch unterlegen und wusste sich nicht anders zu helfen.
Derzeit kann von Seiten der Sachbearbeitung und auch der Staatsanwaltschaft Essen eine Notwehrsituation und auch ein Notwehrexzess nicht ausgeschlossen werden. Somit wurde auf eine richterliche Vorführung des Beschuldigten verzichtet. Er wurde am Mittwoch um 17.30 Uhr entlassen. Die Ermittlungen werden fortgeführt.
14:02
Was hat bitte die sexuelle Orientierung damit zu tun? Diskriminierender Artikel!