Messe-Ausbau gekippt, Messe-Chef geschasst
19.06.2008 | 19:15 Uhr 2008-06-19T19:15:34+0200Ambitioniertes Modernisierungsprojekt "2012" schrumpft zum Ertüchtigungsprogramm für die Grugahalle und kostet Henneke das Amt
Das Messe-Zukunftsprogramm mit dem klingenden Namen "Projekt 2012" ist weitgehend vom Tisch.
Nachdem sich seit Monaten abzeichnete, dass es im Stadtrat keine Mehrheit für die Expansion zweier Ausstellungshallen auf das Gelände des Grugapark-Eingangsbereichs geben wird, legte jetzt auch der Messe-Aufsichtsrat die Pläne formal ad acta. Das ambitionierte Projekt schrumpfte zu einem Ertüchtigungsprogramm für die Grugahalle, die ein neues Foyer erhalten soll, damit sie als Austragungsort für Konzern-Hauptversammlungen attraktiv bleibt. Für die renovierungsbedürftigen, zweistöckigen Messehallen 8 und 9 kommt allenfalls noch ein Umbau im Bestand in Frage - Expansion in den Grugapark ausgeschlossen. Oberbürgermeister Wolfgang Reiniger als Aufsichtsratsvorsitzender warb bis zuletzt wenigstens für einen kleineren Eingriff in den Gruga-Eingangsbereich um 8,50 Meter. Hintergrund: Die zweistöckigen, schlecht vermietbaren Ausstellungshallen 8 und 9 sollten ebenerdig neu gebaut werden, ohne dabei Ausstellungsfläche zu verlieren.
Für Messe-Chef Joachim Henneke dürfte es die letzte große politische Schlacht gewesen sein. Der Aufsichtsrat beschloss mit der Stimme des Oberbürgermeisters und gegen den Widerstand von SPD und IHK, dass sein Vertrag im kommenden Jahr nicht verlängert wird. Die schwarz-grüne Mehrheit will diesen Schritt in der kommenden Woche im Rat nachvollziehen. Geschäftsführer Egon Gallinis hingegen wird einen neuen Kontrakt über fünf Jahre erhalten. Im Kontrollgremium war von "Vetrauensverlust" gegenüber Henneke die Rede, die SPD wittert eine politische Intrige gegen den SPD-nahen Messe-Chef. >Siehe Kommentar

09:22
Zum Glück hat die Leitung der Stadt schnell andere Methode gefunden, die Grünflächen in Essen zu verkleinern. Man ersetze einen Teil des Haumann Parks durch das Dach einer Tiefgarage mit ein paar Blumenrabatten.
Alle reden vom Kimaschutz - wir nicht