Menschen mit Behinderung reden über Auschwitz

Das Kolping-Berufsbildungswerk nennt sich „Inklusionsdienstleister“, und das muss man so verstehen: Im Kolping-Berufsbildungswerk werden Menschen mit Behinderungen fit gemacht, um einem Beruf nachgehen zu können. Menschen mit Behinderungen finden dort eine Lehrstelle, um unter Beweis zu stellen, dass auch sie, Menschen mit Behinderungen, wirklich etwas leisten können.

Azubis des Kolping-Berufsbildungswerks haben sich jetzt mit einem Thema auseinandergesetzt, das in diesem Monat eine besondere Aktualität besitzt: Am 27. Januar jährt sich zum 70. Mal die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz.

„Was hat Auschwitz mit mir zu tun?“ Dieser Frage sind die Kolping-Azubis nachgegangen und haben ein so genanntes „dokumentarisches Theater“ auf die Beine gestellt. Die künstlerische Auseinandersetzung thematisiert unter anderem Begegnungen der Azubis mit Zeitzeugen.

Zur Abschlussveranstaltung dieses aufwändigen Projekts sind alle interessierten Bürger eingeladen. Gezeigt wird das dokumentarische Theater. Es geht nicht nur um das persönliche Erleben der Menschen mit Behinderung, sondern auch um die Bedeutung des Themas Auschwitz in der heutigen Zeit, 70 Jahre nach dem Verbrechen. Die Frage ist auch: Was bedeutet „Auschwitz“ für die deutsche Gesellschaft, und wie definiert man sich heute als Teil der deutschen Gesellschaft?

19 Uhr, Kolping-Berufsbildungswerk, Am Zehnthof 100, Kray.

Nach der „Abschlusspräsentation“ besteht die Möglichkeit, in kleinen Gruppen noch mit den Projektteilnehmern ins Gespräch zu kommen. Eintritt frei.

Buslinie 166, Haltestelle Zeche Katharina.