„Meine Kinder sind doch keine Köder“
09.03.2010 | 20:46 Uhr 2010-03-09T20:46:00+0100
Wenn Sabine Lisy ihre Kinder morgens zur Schule schickt, ist sie besorgt: „Meine Kinder sind doch keine Köder“, ruft sie Peter Valerius zu, der gestern als Bürgermeister im Bezirk I ver-suchte, erregte Eltern mit Kindern auf dem Hof der Theodor-Goldschmidt-Realschule zu beruhigen.
Der Protest gilt Hans H. (62), der nach einer Justizpanne als gefährlicher Sexualstraftäter in der Nachbarschaft untergebracht wurde (die NRZ berichtete).
Mit mehreren Transparenten machen die Anwohner vor Beginn der Stadtteilkonferenz in der Realschule auf ihre Angst aufmerksam: „Warum wird die Justizpanne auf dem Rücken unserer Kinder ausgetragen? Warum wird der Mann mitten im Ballungsraum unweit von vier Schulen einquartiert? Das ist untragbar“, ärgert sich der Familienvater Markus Menka.
Peter Valerius versucht die Situation zu entspannen: „Ich kann ihre Angstgefühle verstehen, doch der gute Mann wird ständig überwacht, der gute Mann muss ein Tagebuch führen und der gute Mann muss sich mehrmals täglich bei der Polizei melden.“ - „Das ist kein guter Mann“, ruft ihm ein Bürger zu. „Glauben Sie denn wirklich an einen Sinneswandel nach einer gerade mal dreimonatigen Therapie?“, fragt eine Mutter.
Eine Durchsage der Schulleitung beendet die Protestaktion: „Wir fordern Sie auf, un-ser Gelände umgehend zu verlassen.“ Brigitte Lütkeduhme versteht wie viele Anwohner diese Reaktion nicht: „Wer den Mund aufmacht, der wird hier rausgeworfen. Wir geben nicht klein bei.“ Peter Valerius will das Thema in der Sitzung der Bezirksvertretung am 23. März (ab 16 Uhr) aufgreifen und lädt alle Betroffenen dazu ein.
14:23
Der gute Mann... Hat dieser sogenannte Bürgermeister nicht mehr alle Tassen im Schrank??? Super Idee, einen hochkriminellen Verbrecher zu verharmlosen; bleibt zu fragen, was passiert, wenn der Kerl rückfällig wird. Was wird dann der Gute Mann Peter Valerius sagen??? Och, tut mir leid, aber shit happens, oder was ???