Mehr Sicherheit oder nutzlose Überwachung?

Bringen die auch in Essen zur Diskussion stehenden kleinen Schulterkameras für Polizisten wirklich mehr Sicherheit oder sind sie nur ein weiterer Schritt hin zur ständigen Überwachung? Die Fraktion der Partei-Piraten Essen lehnt den Einsatz dieser so genannten Bodycams grundsätzlich ab. Bei einer dauereinsatzbereiten Bodycam bestehe die Gefahr, dass diese auch großflächig zum Einsatz gebracht werde. Dabei dürfe nicht außer Acht gelassen werden, dass es sich beim Filmen von Menschen ohne deren Einwilligung grundsätzlich um eine Grundrechtsverletzung handele. „Wir befürchten, dass damit weitere Grund- und Bürgerrechte ausgehöhlt werden. Zudem wird jeder Bürger von vornherein als potentieller Straftäter angesehen, der bei einem Polizeieinsatz bereits im Vorfeld prophylaktisch aufgezeichnet wird. Zudem bestehen erhebliche Zweifel, wie im Nachgang mit dem aufgenommen Videomaterial umgegangen wird“, gibt Kai Hemsteeg, Fraktionsvorsitzender der Partei-Piraten und im Hauptberuf Kriminalkommissar zu bedenken. Zwar könnten Kameras manchmal die Aufklärung von Straftaten erleichtern, meistens bringt das Videomaterial jedoch keinen spürbaren Zusatznutzen.