Das aktuelle Wetter Essen 9°C
Essen

Mehr private Aktionäre, weniger Überschuss

02.01.2013 | 00:07 Uhr

Das Geschäftsjahr 2012 brachte der National-Bank einen Anstieg der Einlagen (8 Prozent) sowie die weitere Zunahme bei der Anzahl der privaten Aktionäre, die um knapp 2000 auf rund 5200 gestiegen ist, bilanziert die Bank für das gerade vergangene Jahr. In diesem erreichte der Zinsüberschuss 96 Millionen Euro und ist damit im Vergleich zu 2011 leicht rückläufig (102,6 Millionen Euro). Das Kreditvolumen hingegen blieb mit 3,1 Milliarden Euro stabil.

Die National-Bank weist einen voraussichtlichen Jahresüberschuss von 16,5 Millionen Euro aus, der damit zwei Millionen Euro unter dem von 2011 liegt. Damit liegt das Ergebnis der Bank auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2010.

„Das ist trotz extrem schwieriger Marktbedingungen ein solides Ergebnis, denn das Vorjahresergebnis war eines der besten in der über neunzigjährigen Geschichte unserer Bank“, zeigte sich Vorstandsvorsitzender Thomas A. Lange zufrieden, ebenso mit dem Finanzierungsgeschäft bei den Immobilien, das er als exzellent bezeichnet: Den Rekordwert des Vorjahres habe die Bank zwar nicht erreichen können, dennoch sei Lange mit einem Neugeschäft von knapp 225 Millionen Euro sogar sehr zufrieden.

Gesteigert hat die Bank ihren Provisionsüberschuss um eine Million auf 42 Millionen Euro, obwohl „wir über weite Strecken gegen einen regelrechten Käuferstreik anzukämpfen hatten“, sagte Lange. Zugelegt hat die Bank auch im Zins- und Währungsmanagement für mittelständische Kunden. Zu ihren Plänen, eine National-Bank Vermögenstreuhand GmbH zu gründen, läge nun die aufsichtsrechtliche Zustimmung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht vor, so dass die Gesellschaft nun ihren Betrieb aufnehmen könne.

Insgesamt geht die Nationalbank mit verhaltenem Optimismus in das neue Geschäftsjahr. „Die europäische Staatsschuldenkrise wird auch weiterhin die Märkte und ihre Teilnehmer in Atem halten. Sowohl das Investitions- als auch das Konsumklima werden sich daher abschwächen“, ist Lange überzeugt.

Mit Blick auf 2013 sollen bei der National-Bank Effizienzmaßnahmen greifen, um zur Kostenreduzierung beizutragen. Das Ziel: Optimierung der Prozessstrukturen und eine Anpassung der Kostenstrukturen an ein perspektivisch niedrigeres Rentabilitätsniveau in der Kreditwirtschaft. Dazu zählen unter anderem die Einführung eines deutlich verschlankten Führungsmodells, dazu Einsparungen bei Personal- und Sachkosten. Thomas A. Lange versichert: „Soweit die Schnittstellen zu unseren Kunden betroffen sind, wird es keine nennenswerten Veränderungen geben.“



Empfehlen
Lesen Sie auch
Kommentare
Kommentare
autoimport
Umfrage
Zahlreiche Tierschützer, Parteien oder Hilfsorganisationen werben an Infoständen in der Fußgängerzone der Essener Innenstadt. Fühlen Sie sich dadurch gestört?

Zahlreiche Tierschützer, Parteien oder Hilfsorganisationen werben an Infoständen in der Fußgängerzone der Essener Innenstadt. Fühlen Sie sich dadurch gestört?

 
Aus dem Ressort
Park-Stress durch Fußball-Fantalk in der 11Freunde-Bar
Parken
Ein Anwohner der Giselastraße in Essen beklagt die Fülle der reservierten Stellflächen für die Sport1-Sendung, die jeden Dienstag aus der Rüttenscheider 11Freunde-Bar ausgestrahlt wird. Dabei hat die Anzahl der Halteverbote abgenommen – und Alternativen gibt es kaum.
Freie Fahrt zur A 40 - Stadt und Tüv Nord legen Streit bei
A 40
Dem Bau der geplanten Erschließungsstraße zur A 40 über das ehemalige DMT-Gelände im Besitz des Tüv steht nichts mehr im Wege. Die Stadt Essen wird den notwendigen Geländestreifen kaufen. Eine Enteignung des Tüv ist nun vom Tisch und ein eineinhalb Jahre währender Streit beigelegt.
Die Zukunft des Traditionscafés Overbeck ist weiter ungewiss
Traditionsbetrieb
Drei Wochen nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens sparen die Kunden auf der Kettwiger Straße in Essen nicht mit aufmunternden Worten. Doch ob das Café Overbeck die drohende Pleite abwenden kann, ist derzeit offen. Ein neuer Betreiber wird noch gesucht. Bis Ende des Jahres geht der Betrieb weiter.
Mord an Madeleine W. - Angeklagter Stiefvater ist Psychopath
Prozess
Dem Mann, der seine Stieftochter, Madeleine W., umgebracht und in seinem Kleingarten einbetoniert haben soll, bescheinigt die psychiatrische Gutachterin vor dem Landgericht Essen „psychopathische Züge“. Er manipuliere und kontrolliere sein Umfeld, denke immer nur an eigene Interessen.
Staus in Essen - Mängel auf frisch sanierter Alfredstraße
Stau
Seit Anfang der Woche herrscht auf der Alfredstraße vor allem im Berufsverkehr schon wieder Stillstand: Die einspurigen Sperrungen zwischen Krawehlstraße und A52-Auffahrt sind notwendig, um Mängel nachzubessern. Die Schäden wurden während der 2,9 Millionen Euro teuren Sanierung 2013 verursacht.