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Mehr Möbel und ein saniertes Tor zur City

08.01.2013 | 08:00 Uhr
Mehr Möbel und ein saniertes Tor zur City
Möbel Kröger in der Weststadt wird anbauen.Foto: Oliver Müller

Essen.  Handel im Wandel 2013: Das Einrichtungshaus Kröger will seine Verkaufsfläche in zwei Etappen erweitern, ein neuer Fachmarkt kommt und die Sanierung des „Kettwiger Tors“ wird fertig.

Der Einzelhandelsstandort Essen wird sich 2013 weiter wandeln. Neue Flächen kommen hinzu, andere werden saniert, modernisiert und dort, wo es heute noch Leerstand gibt, zieht Neues ein. Ein Überblick:

Möbelhaus Kröger: Essens größtes Möbelhaus wird dieses Jahr noch größer. Kröger erweitert sein Einrichtungshaus an der Hans-Böckler-Straße in zwei Etappen von derzeit 35 000 Quadratmeter Verkaufsfläche auf dann 50 000 Quadratmeter. Die entsprechenden Bauanträge sind genehmigt, im späten Frühjahr bzw. Sommer soll der Umbau beginnen. Kröger will im ersten Abschnitt die Lagerräume im Möbelhaus zu Verkaufsflächen umwandeln. Das bringt zusätzlich 5000 Quadratmeter Fläche. Dafür muss das Lager in der Bamlerstraße zum Hochregallager ausgebaut werden. Im zweiten Abschnitt soll es einen Anbau von 10 000 Quadratmetern geben.

Fachmarktzentrum: Es wird nicht nur für Altendorf ein neuer Anlaufpunkt werden: das neue Fachmarktzentrum an der Haedenkampstraße. Im Herbst ist die Eröffnung geplant. „Wir liegen im Zeitplan“, heißt es beim Bauherrn Metro. Auf 30 000 Quadratmetern Fläche entstehen ein Real-Markt, der es allein auf 12 000 Quadratmeter bringt, ein Gartencenter, sechs Fachmärkte sowie weitere Shops und Gastrobetriebe . Wer genau einziehen wird, darüber hält sich Metro noch bedeckt. Wenn der neue Real eröffnet, wird der alte in der Nähe abgerissen. Der Einzelhandelsverband sieht die Neuansiedlung mit gemischten Gefühlen. Vor allem der Handel in den Stadtteilzentren wie Frohnhausen und Altendorf könnte leiden.

Kettwiger Tor: Der „Eingang“ zur Innenstadt soll zum Weihnachtsgeschäft fertig sein und sich repräsentativer darstellen als bislang. Derzeit wird die Immobilie gegenüber von Ansons, die der „Griese Treuhand“ aus Hamburg gehört, saniert. Im Oktober, spätestens November sei die Eröffnung geplant. Die Fläche bleibt mit 3800 Quadratmetern etwa gleich, allerdings wird es in dem Haus nur noch elf Läden geben mit einer jeweils größeren Verkaufsfläche. Über die neuen Mieter ist nur soviel bekannt: Alle die, die derzeit drin sind, bleiben auch. Hallhuber kommt zurück.

Baedeker-Haus: Wann in die ehemalige Thalia-Filiale in der City wieder Leben einzieht, ist noch unklar. Der Textiler Peek&Cloppenburg, der die früheren Buchhandels-Flächen gemietet hat, hält sich völlig bedeckt. Fragen will man erst beantworten, „wenn sich eventuelle Pläne konkretisiert haben“, hieß es dazu gestern zum wiederholten Male aus der Pressestelle.

Janet Lindgens



Kommentare
09.01.2013
12:50
Mehr Möbel und ein saniertes Tor zur City
von Finnjet | #10

Ein Marder reicht noch aus....
;-)

09.01.2013
12:01
Mehr Möbel und ein saniertes Tor zur City
von michelino | #9

Der im Artikel genannte Eröffnungstermin der Geschäfte im Kettwiger Tor ist vor dem Hintergrund des ursprünglichen Eröffnungstermins, datiert auf Oktober/November 2012, schon erstaunlich. Noch fast ein ganzes Jahr Baustelle an der oberen Kettwiger Straße, dazu der Leerstand im Baedecker Haus lassen eine positive Entwicklung auf der Meile nicht so recht in Gang kommen. Echte Labels gibt es auch kaum. Vielleicht wäre es nicht verkehrt, ein wenig mehr auf die Gastronomie zu setzen. Spiele damit auf bürgerliche Lokale an, die ich gerne, wie früher, an der Straße sehen würde.

08.01.2013
17:33
Mehr Möbel und ein saniertes Tor zur City
von 1980yann | #8

@redfly
Kröger darf das, weil sie sich nur selber vergrößern und ein Möbelhaus bleiben. Allerdings ist schon die Frage, in welcher Richtung man hier anbauen will: das jetzige Haus ist ja ziemlich umzingelt.

@vonhlerwech
Jedes Haus, das saniert und umgebaut wird, ist vor der Fertigstellung eine Baustelle. Die Tatsache, dass da jemand Geld in die Hand nimmt, ist doch eher ermunternd - soviel Investitionstätigkeit gab es doch vor dem Limbecker Platz lange nicht auf der Kettwiger.

1 Antwort
Mehr Möbel und ein saniertes Tor zur City
von vonhlerwech | #8-1

...gegen die Investition an sich spricht auch nichts, schon aber, dass dafür Mieter während der Umbauphase weichen müssen. Andere Geschäfte/ Geschäftshäuser verkaufen trotz Umbau weiter. Gerade die Kettwiger ist nach wie vor arg gebeutelt. Da sind ein leeres Baedeker-Haus und ein leeres Kettwiger Tor nicht gerade hilfreich. Jeder Stammkunde, der wegfällt- und sei es nur vorübergehend, bedeutet für andere Geschäfte unter Umständen ein Rückgang von Laufkundschaft. Anzumerken ist auch, dass eine Renovierung kein Garant für mehr Kunden ist. Paradebeispiel Nr. 1 ist wohl die Rathausgalerie in Essen.

08.01.2013
15:09
Mehr Möbel und ein saniertes Tor zur City
von vonhlerwech | #7

Wenn das Kettwiger Tor zum Weihnachtsgeschäft fertig sein wird, heißt dies im Umkehrschluss, dass hier bis zum Herbst eine Baustelle fast ohne Handel die Kettwiger Str. verschandelt. Zusammen mit dem leeren Baedekerhaus und den übrigen merkwürdigen Läden kann verheerend für normale Geschäfte, die sich nicht mit Ramschwaren beschäftigen oder im Billigpreissektor angesiedelt sind, sein. Aber es gibt ja, wie wir von Wormland wissen- Alternativen. :-)

08.01.2013
13:47
"Eventuelle Pläne" für das tote Baedeker-Haus
von ramirez | #6

Im Baedeker-Haus wird auch in naher Zukunft kein Leben einziehen:

Thalia hat offensichtlich 2010 einen langjährigen Mietvertrag mit dem Eigentümer (National-Bank) unterschrieben (laut Online-Meldung auf derWesten im Juli 2012; leider wurde der entsprechende Artikel entfernt). D.h.: Faktisch zahlt Thalia die Miete.

Dass die Immobilienprofis von P&C erst nach der formellen "Anmietung" der Immobilie im Oktober 2012 bemerken, dass einer vermeintlich geplanten Flächenerweiterung Denkmalschutzprobleme bzw. bauliche Hindernisse im Wege stehen, erscheint doch mehr als unglaubwürdig. Soviel zu den "eventuellen Plänen" von P&C.

Das wirft doch die Frage auf, inwiefern P&C in dieser Ménage-à-trois profitiert.

08.01.2013
12:49
Mehr Möbel und ein saniertes Tor zur City
von michelino | #5

red-fly | #3 Sie haben nicht richtig gelesen. Ikea hat keine Genehmigung bekommen, ein Fachmarktzentrum zu bauen und das ist gut, weil die Schweden dort einen Elektro- und Sportmarkt ansiedeln wollten. Ikea hatte es selbst in der Hand, seine Verkaufsflächen zu vergrößern, aber man hat das angrenzende Gelände ja lieber an Roller weitervermietet. Von mir aus kann Ikea verschwinden und Platz für die Erweiterung der Innenstadt machen.

schweinchen_schlau | #2 Erklären Sie doch mal, was an Kröger billig ist! Die Möbelpreise sind es jedenfalls nicht.

3 Antworten
"Qualitäts-Billigheimer"
von schweinchen_schlau | #5-1

Nichts leichter als das:

Das die Möbel dort von "billiger Qualität" sind, aber trotzdem stolze Preise tragen lässt sich ja wohl nicht bestreiten, oder?

Erweiterung der Innensdtadt? KIK und Primark sind doch schon da!
von vonhlerwech | #5-2

Welche Erweiterung der Innenstadt? In der jetzigen Innenstadt stehen doch bereits massenhaft Ladenlokale leer- selbst in der aufwändig umgebauten Rathausgalerie wird der Leerstand- trotz Decathlon, größer und größer. Verkaufsfläche sollte erweitert werden, wenn wirklich Bedarf besteht- wie bei Möbel Kröger oder dem Centro in Oberhausen. Aber eine Erweiterung der Innenstadt einfach so? Da lachen ja die Hühner. Rückbau von Ladenlokalen, etwa in der Nordstadt, ist wohl angebrachter.

Mehr Möbel und ein saniertes Tor zur City
von gudelia | #5-3

Hallo, vonhlerwech,
sie vergessen da etwas entscheidendes: Leer stehen nur Mietbuden. Warum? Preise zu hoch!

08.01.2013
11:22
Mehr Möbel und ein saniertes Tor zur City
von larix | #4

"Vor allem der Handel in den Stadtteilzentren wie Frohnhausen und Altendorf könnte leiden." Welcher Handel in Frohnhausen?

08.01.2013
09:38
Mehr Möbel und ein saniertes Tor zur City
von red-fly | #3

Ikea hatte für eine Erweiterung am bisherigen Standort keine Genehmigung bekommen, da sonst zu viel Kaufkraft aus der angrenzenden City abgezogen würde. Ach, und bei Kröger soll es jetzt möglich sein? Frechheit. Ich werde auch in Zukunft Kröger meiden.

08.01.2013
09:20
Isset dat ?
von schweinchen_schlau | #2

"****** Jupp" Stratmann wird sich das wohl auch bald fragen.

Wenn erst mal IKEA umgezogen sein wird, macht die Erweiterung des "Qualitäts-Billigheimers"-Kröger keinen Sinn mehr.

Das Geld sollte man lieber für den Umzug neben dem neuen IKEA-Standort sparen.

08.01.2013
09:14
Welcher Handel in Altendorf soll denn leiden??
von Finnjet | #1

Man gucke sich in Altendorf nur mal um: Spielhallen, Teestuben, Döner-Buden und Läden, die nur zur Geldwäsche getarnt existieren.
Von denen ist keiner durch das Fachmarktzentrum bedroht.
Wer das nicht glauben mag, sollte gerne mal einen Rundgang durch Altendorf machen, aber bitte nicht morgens, sondern gerne auch mal abend/nachts.

2 Antworten
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von gudelia | #1-1

Hallo, Finnjet, reicht da ein Luchs oder muß es ein Leopard ll sein?

Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #1-2

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