Mehr Metaller im Warnstreik als erwartet

Etwa 10 000 IG Metaller haben gestern vor der dritten Verhandlungsrunde in Mülheim den Druck auf die Arbeitgeber erhöht. Erstmals stiegen auch die Essener in den laufenden Arbeitskampf in der Metall- und Elektroindustrie ein. Über 700 Beschäftigte aus 21 Essener Betrieben legten die Arbeit nieder und zogen mit Kollegen aus ganz NRW durch die Mülheimer Innenstadt. Aus Essen waren unter anderem Mitarbeiter aus den Unternehmen Kennametal Widia, Atlas Copco und Siemens bei der Großkundgebung am Stadthafen dabei.

Die Essener Gewerkschaft war mit der Streikbeteiligung äußerst zufrieden. „Unsere elf Busse waren gut ausgelastet, hinzu kamen viele Pkw-Fahrer, so dass wir unsere erwartete Teilnehmerzahl von 700 überschritten haben“, zog Gewerkschaftssekretär Alfons Rüther Bilanz.

Die IG Metall fordert in den laufenden Tarifverhandlungen 5,5 Prozent mehr Geld sowie eine Verbesserung der Altersteilzeit und eine Bildungsteilzeit. Geboten hatten die Arbeitgeber zuletzt 2,2 Prozent. NRWs IG-Metallchef Knut Giesler forderte sie auf ein deutlich verbessertes Angebot vorzulegen, sonst Andernfalls drohten eine Urabstimmung und unbefristete Streiks.