Mehr klassische Stoffe in Sicht

Wie sieht die Auslastung des Schauspiels im Vergleich zur ersten Hälfte der vergangenen Spielzeit aus?

Bis Ende Januar hatten wir 163 Vorstellungen mit 32 500 Zuschauern und damit eine Auslastung von 85 Prozent. Im Vergleichszeitraum der letzten Spielzeit war es eine Vorstellung mehr und die Auslastung lag knapp über 85 Prozent. Das stimmt mich freudig. Der sehr dunkle Spielplan, der ja seine Berechtigung hat, zeigt bisher keine negativen Auswirkungen.

Zeigen denn die Einsparungen der Theater und Philharmonie in Millionenhöhe Auswirkungen?

Es hat nicht zu so dramatischen Einschnitten wie bei den Theatern in Wuppertal, Hagen oder Oberhausen geführt. Aber eines ist klar: Mehr geht nicht, ohne dass es nach außen und nach innen spürbar wird. Wir spielen 350 Vorstellungen mit 17 Schauspielern. Zwei Paare fallen jetzt wegen Schwangerschaften aus, die durch Gäste ersetzt werden müssen. Es wird Preissteigerungen im Ausstattungsbereich geben. Wir sind am Rande unserer Ressourcen angekommen.

Trotzdem ermöglichen Sie noch Veranstaltungen, die auf den von Anfang an gepflegten Netzwerken beruhen. Wie ist es darum bestellt?

Wir wollen unser Kinder- und Jugendwochenende ausbauen. Wir haben den Kontakt zur freien Szene, zu Jazz in Essen und zu Flüchtlingsorganisationen. Aber auch die Netzwerke stoßen an ihre Grenzen.

Können Sie einen Ausblick auf die kommende Spielzeit geben?

Nicht jede Spielzeit wird so sein wie diese. So viel kann ich sagen: Es wird mehr klassische Stoffe geben.