Mehr Chancen auf dem Ausbildungsmarkt

Die Potenziale Jugendlicher mit Migrationshintergrund besser nutzen und die Chancen auf dem Arbeitsmarkt für sie und gleichzeitig auch für die Unternehmen verbessern: Das sind die Ziele, die die neue „Kausa Servicestelle Essen“ des Zentrums für Türkeistudien verfolgt.

„Wir wollen nachhaltig an der Verbesserung der regionalen Ausbildungsstrukturen arbeiten. Die Servicestelle bietet ab sofort viele Möglichkeiten und gibt so gute Perspektiven für die Zukunft vor Ort“, so Yunus Ulusoy, Abteilungsleiter im Zentrum. Für junge Migranten sei es oft schwierig überhaupt einen Ausbildungsplatz auf dem Markt zu finden. Zwischen Bewerbern und Unternehmen müssten Barrieren beseitigt werden. Es gehe darum, mehr Unternehmen für die Berufsausbildung zu gewinnen, die Ausbildungsbeteiligung der Jugendlichen mit Migrationshintergrund zu erhöhen und ihre Eltern über die beruflichen Ausbildungswege zu informieren. „Eine gute, abgeschlossene Ausbildung ist wichtig. Studien zeigen auch, dass Jugendliche mit Migrationshintergrund genauso erfolgreich sind, wie andere Jugendliche. Und sie werden auch später oft von ihrem Ausbildungsbetrieb übernommen“, erklärte Ulusoy. Bei der offiziellen Eröffnung der Servicestelle überreichte Staatssekretär Thomas Rachel den Förderbescheid.

Bundesweit sind 13 Kausa Servicestellen aktiv. Das Projekt wird im Rahmen des Ausbildungsstrukturprogramms „Jobstarter plus“ aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und des Europäischen Sozialfonds finanziert.