Mediziner aus Essen warnt vor "enormer Arbeitsbelastung" an den Schulen
02.03.2011 | 18:38 Uhr 2011-03-02T18:38:00+0100
Essen. Die Jahrestagung der Kinder- und Jugendpsychiater machte am Mittwoch in Essen auf die immer weiter steigenden Anforderungen in der Schule aufmerksam. Viele Schüler und Lehrer leiden dadurch heutzutage häufiger an psychischen Erkrankungen.
Der Essener Mediziner Wolfgang Senf hat die im Congress Centrum West (CCE) gestartete Jahrestagung der Kinder- und Jugendpsychiater genutzt, um mit klaren Worten die „enorme Arbeitsbelastung“ für Kinder und Lehrer zu kritisieren. Es gebe zunehmend mehr junge Menschen, die im System überfordert seien und unter Erschöpfungssymptomen leiden, sagte Senf am Mittwochnachmittag.
„Wir haben bereits Kinder verloren, dabei sind sie unser Humankapital für die Zukunft.“ Auch mehr Lehrer, vor allem ehrgeizige Berufsanfänger, „leiden unter physischer Verwundung“, so Senf. Den Begriff „Burn-Out“ lehnt der Direktor der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der Uni-Klinik Essen aber ab. „Burn-Out suggeriert, dass der Betroffene selbst Schuld an seinen Problemen hat.“
Die Gesellschaft macht „Hochsprung-Weltmeisterschaften“
Laut Senf sind Depressionen oder Traumata Folgen eines “Fehlers im System“. Die Schulbehörden müssten dringend handeln und Rahmenbedingungen verbessern. Er fordert nach dem Vorbild anderer Bundesländer große Investitionen in Programme für Lehrergesundheit – und Arbeitsschutz insgesamt.
Depressionen sind heilbar
„Wir können Patienten mit Depressionen in der Regel gut heilen, aber dann kommen sie zurück an den Arbeitsplatz und schaffen es nicht, die viel zu hoch gehängte Latte zu überspringen.“ In der Gesellschaft würden „Hochsprung-Weltmeisterschaften“ veranstaltet.
Anforderungen würden immer gesteigert und stillschweigend würde erwartet – nicht zuletzt auch von einem selbst – diese Hürden zu überspringen. „Auf uns kommt eine Riesenlawine an psychosozialen Belastungen zu.“ Ähnliche „erschreckende Probleme“ beobachte er auch bei jungen Arbeitnehmern in der IT-Branche und Medizin.
13:25
Die Anforderungen sind anders als früher.
Die Älteren sollten zugeben, dass wir früher mehr natürlichen Erholungsraum hatten, auch in der Stadt. Und es gab nicht diesen Wettbewerb um die besten Chancen, es war egal, ob jemand Haupt-, Mittel- oder Oberschüler war, jeder konnte das machen, was seinen Möglichkeiten entsprach.
Heute muss jeder Hirni Abitur machen, was dazu führt, dass die schulischen Anforderungen für viele steigen, obwohl gleichzeitig das allgemine Niveau sinkt.
Die Aussage von #15 möchte ich anzweifeln, das mag vielleicht für Fächer stimmen, in denen ein Technologiefortschritt einfliesst.
Wir haben in Physik z.B. logische Schaltungen mit diskreten Transistoren gebaut. Heutzutage gibt es dafür Standard-ICs, also kann man sich dort viel schneller auf das nächste Thema stürzen.
Schaut man sich aber z.B. Mathebücher an, so entsprechen 60er Jahre Bücher für die Realschule den heutigen Büchern für die Gesamtschule ..aber für eine Klassenstufe höher.
13:11
Oh jetzt kommen aber die Experten. Wozu benötigen wir Allgemeinbildung? Machen wir doch aus Deutschland ein Land der Fachidioten. Jeder lernt nur noch das, was er für seinen Beruf unbedingt braucht. Alles andere ist ja Zeitverschwendung.
Im Ernst:
In der Schule sollen die Schüler zum einen eine umfassende Allgemeinbildung erhalten und zum anderen Lernen lernen.
Ein Abiturient, der in der Schule strukturiertes Arbeiten gelernt hat, (gerade Latein dafür sehr geeignet), wird auch im Studium klarkommen.
Dass es daran zuweilen hapert und die Schule als reine Stoff-Vermittlungs-Anstalt gesehen wird, ist allerdings leider auch Tatsache.
13:04
@ alle linken Weltverbesserer:
Wer braucht denn überhaupt noch Bildung? Wer muss denn überhaupt noch über den Tellerrand schauen, wo es doch ausreicht, die Gesellschaft oder den nichtlinken Teil für alles verantwortlich zu machen. Erbärmlich
12:03
@22 genau richtig. Wer braucht denn heute noch Latein? Und warum muß Naturwissenschaft bis zum bitteren Ende mitgeschleift werden, wenn man ohnehin Sprachen studieren will?
11:50
Das wirkliche Problem ist das der ganze gelernte Stoff im Grunde genommen völlig überflüssig ist.
Das Abitur soll ja eigentlich auf das Studium vorbereiten. Im Studium ist der in der Schule erlernte Stoff aber nur bedingt zu gebrauchen und naturlich auch nur der Stoff der überhaupt was mit dem Studium zu tun hat. Schulbiologie zB ist im BWL Studium überflüssig.
Im Abitur muss tatsächlich nur eines gelernt werden nämlich wie man auf Hochschulniveau lernt. Der ganze Rest ist nur Hobby.
11:44
@Pitschnass
Herr bitte hilf!
11:40
@PitSchnass....Thema verfehlt...Setzen...sechs
11:38
Warum geht man mit den Kindern nicht behutsamer um ???? Die Politiker wissen garnicht wie schwer lernen ist !!!! siehe Roth u.Fischer von den Grünen !!!!
11:24
@PitSchnass: Wissen Sie, auch hinter der Charaktereigenschaft kranken Menschen anzudichten, sie seien Schauspieler verbirgt sicvh mitunter eine psychische Erkrankung. Allerdings leidet der Betroffene eher weniger an ihr, dafür dann aber sein Umfeld ...
11:15
Die psychischen Erkrankungen nehmen zu, weil die linken Ideologen diese so vertrefflich für ihre Demagogie nutzen können. Und mit etwas schauspielerischem Geschick und wikipedia kriegt das jeder hin. Ich brauche nur noch nen berufsbetroffenen Therapeuten mit Allesvesrsteher-Psychose und schon ist man fein raus... (gerade im Öffentlichen Dienst, mit ihren für Alles-Beauftragten). Und diese Schaupieler und die Ideologen, die ihnen das warme Bett richten, das sind die Asozialen in diesem Land.