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Schüler vor Gefahren von WhatsApp und Facebook gewarnt

13.02.2014 | 12:00 Uhr
Schüler vor Gefahren von WhatsApp und Facebook gewarnt
Andreas Ruff spricht regelmäßig vor Schülern.Foto: Knut Vahlensieck

Essen.  "Safer Internet Day": Über die Geheimnisse von "WhatsApp", und warum "Facebook" nichts anderes ist als die weltweit größte Bild-Datenbank. Andreas Ruff vom Essener Jugendamt sprach vor Siebtklässlern der BMV-Schule in Holsterhausen.

Am Dienstag war weltweiter „Safer Internet Day“, das ist eine Initiative der EU-Kommission: Jugendliche sollen für die Gefahren des weltweiten Netzes sensibilisiert werden.

Hört sich vernünftig an und theoretisch, ist aber total konkret und so interessant und beunruhigend, dass es einen fast umhaut.

Wussten Sie, dass es Internet-Seiten gibt, auf denen Kinder Nacktbilder von sich selbst hochladen können und dafür Geld bekommen? Diese Seiten sind zwar verboten, aber es gibt sie.

Wussten Sie, dass „WhatsApp“, der sehr beliebte Handy-Nachrichtendienst, der bei jungen Leuten längst die SMS verdrängt hat, ein großes Geheimnis um sich selbst macht, und so gut wie keiner weiß, wer hinter dieser Firma steckt?

Wussten Sie, dass es spezielle Software gibt, die soziale Netzwerke wie „Facebook“ gezielt auf Fotos absucht, die leicht bekleidete Menschen (vor allem: Mädchen) am Strand oder im Schwimmbad zeigen, und diese Fotos dann automatisch an Pornoseiten weiterleitet?

Chatter besser nie allein treffen

Whatsapp
Wie die

WhatsApp ist nicht nur äußerst beliebt, sondern auch äußerst praktisch: Leicht zu erlernen, einfach zu bedienen, fast kostenlos. Doch ein Experte...

Das alles hat Andreas Ruff am Dienstag den Mädchen der Klasse 7c des BMV-Gymnasiums in Holsterhausen berichtet. Ruff ist Medienbeauftragter des Jugendamtes der Stadt Essen; Aufklärungsarbeit in Sachen Internet gehört seit Jahren zu seinen Standard-Jobs, er spricht regelmäßig vor Schülern und Eltern. Und auch jene, die meinen, übers Internet schon alles zu wissen, weil sie ja täglich damit umgehen, hören Ruff mühelos anderthalb Stunden lang zu – so wie die Schülerinnen der 7c am Dienstag. Und fragen: „Stimmt das, dass Facebook mein Surf-Verhalten nachverfolgt, wenn ich ,angemeldet bleiben’ angeklickt habe“, fragt eine Schülerin. „Ja“, sagt Ruff. Und erzählt, dass die Nutzungsbedingungen von Facebook ausgedruckt 14 Seiten ergäben. Und dass man alle Rechte an allen Inhalten abtritt, die man dort der Welt präsentiert. „Facebook“, sagt Ruff, „ist nichts anderes als die größte Bild-Datenbank der Welt.“ Eigene Fotos kann man so lange löschen – bis sie von anderen geteilt werden. Dann sind sie für immer weg. Und teilen – das ist ja der Sinn von Netzwerken wie Facebook.

Ruff fragt: „Wer chattet von Euch?“ Viele Finger gehen hoch. Ruff warnt von Leuten, die sich in Chat-Foren herumtreiben mit düsteren Absichten. „Wenn Ihr Leute kennenlernen wollt, die Ihr in Chatrooms kennengelernt habt – geht nie alleine zu einem Treffen“, sagt Ruff. Auch öffentliche Plätze seien ein besserer Ort für solche Verabredungen als Privatwohnungen. Oder gar das Auto.

Und Mobbing ? „,WhatsApp’ ist ideal fürs Mobbing, weil man schnell Gruppen bilden kann“, erklärt Ruff. „Wenn man sich über Inhalte beschweren will, ist da niemand, der sich kümmert, es ist ja nur eine technische Plattform.“

Martin Spletter

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Schüler vor Gefahren von WhatsApp und Facebook gewarnt
Schüler vor Gefahren von WhatsApp und Facebook gewarnt
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http://www.derwesten.de/staedte/essen/medienbeauftragter-warnt-schueler-vor-gefahren-des-internet-id8987473.html
2014-02-13 12:00
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