Loveparade Essen war kein billiger Spaß
09.04.2009 | 19:42 Uhr 2009-04-09T19:42:00+0200
Essen. Für die Loveparade muss die Stadt Essen offenbar tiefer in die Tasche greifen, als angenommen. 836 000 Euro hat der Rave-Zug gekostet. Besonders teuer waren die Bereitstellung von Parkplätzen nebst Shuttleservice sowie die Einrichtung von Schlafmöglichkeiten. Die Angebote wurden kaum genutzt.
Die Loveparade war für die Stadt kein billiger Spaß: Auf insgesamt 836 000 Euro belaufen sich die Gesamtkosten des Festes, das im Sommer 2007 in der Innenstadt gefeiert wurde. Das wird aus einer Kostenaufstellung deutlich, die der Essener Stadtdirektor Christian Hülsmann jetzt an die Ratsfraktionen und die Bezirksregierung Düsseldorf schickte.
Parkplätze und Schlafmöglichkeiten kaum genutzt
Die beiden größten Posten fallen mit je rund 250 000 Euro auf erstens die Bereitstellung von Parkplätzen und den damit verbundenen Shuttleservice und, zweitens, auf die Einrichtung von Übernachtungsmöglichkeiten in der Messe Essen.
Die Stadt hatte, unter anderem an der Gelsenkirchener Schalke-Arena, rund 20.000 Parkplätze angemietet, für die auch ein Shuttleservice angeboten wurde. Nur rund 1500 Plätze wurden aber genutzt. „Wir sind im Vorfeld davon ausgegangen, dass viele der Raver mit dem Auto anreisen”, erklärt Hülsmann. Was allerdings „zur Überraschung aller” nicht geschehen sei.
Ähnlich erging es der Stadt mit dem "Messe-Camp". Dort standen 3000 Betten für die Raver bereit - plus Toiletten, Duschen und so weiter. Auch dieses Angebot wurde kaum genutzt, die Übernachtungen brachten gerade einmal 4000 Euro an Einnahmen. Mit dem Angebot habe man wildes Übernachten in der Innenstadt verhindern wollen, erklärt Hülsmann.
Mit weiteren 150 000 Euro beteiligte sich die Stadt an den 300 000 Euro, die der VRR für die Loveparade bezahlen musste. Die Verhandlungen mit dem VRR über dieses und andere, damit indirekt verbundene Angelegenheiten seien erst vor kurzem zum Abschluss gekommen - was dazu geführt habe, dass die Aufstellung erst jetzt verschickt wurde.
„Wir mussten ja bei der Planung ein Stück weit ins kalte Wasser springen”, so Hülsmann. Und: "Wir haben Lehrgeld bezahlt." Aber man müsse auch bedenken, dass die Loveparade bundesweite Medienresonanz gebracht habe. "Eine vergleichbare Kampagne hätte eine siebenstellige Summe gekostet."
Er betonte, dass für die Mehrkosten keine zusätzlichen Mittel bereitgestellt werden mussten. Die zuständigen Stadt-Töchter, Evag und die RGE, hätten die Ausgaben durch Umschichtungen in ihrem Haushalt aufgefangen. Die linke Fraktion kritisierte die Mehrausgaben als „Kostenexplosion”, die nicht nachvollziebar sei.
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10:47
Ein Fußballbundesligist wäre auf Dauer eine viel bessere Reklame für die Stadt.
15:30
850 000 € für eine vollurinierte Stadt. Volltreffer.
Wir werden in dieser Stadt von Dummköpfen regiert.
22:31
Wieso muss die Statd überhaupt einen einzigen lumpigen Cent für die Love Parade bezahlen? Für sämtliche Kosten müssen der Veranstalter und der Sponsor Mc Fit aufkommen! Wieso recherchiert die WAZ hier nicht vernünftig genug?!
20:54
Hier muss sich die Stadt Verschwndung von Steuergeldern nachsagen lassen. Parkplätze mit einem Bus-Shuttle bereit zu stellen, ist wirklich lächerlich. Es wäre das gleiche, als würden diese zu Karneval angeboten - auf solchen Veranstaltungen wird Alkohol konsumiert, so dass kaum jemand mit dem PKW kommt. Oder sollen demnächst alle betrunken nach Hause fahren?? Gleiches gilt für die Übernachtungsmöglichkeiten. Hier ist kein Pfadfindertreff gewesen, sondern eine Feier. Junge Menschen strömen an jedem Wochenende in andere Städte - mal nach essen, mal nach Düsseldorf, Köln oder Dortmund. Am frühen Morgen wird die Heimfahrt angetreten - oder hat irgendjemand schon mal Zelte vor einer Disco gesehen?
20:49
Hoffentlich ist das jetzt anderen Kommunen eine Lehre. Hier wird Missbrauch von Steuergeldern betrieben, um einen Reklameumzug für die Drogenszene zu veranstalten.
20:37
Diese Sauf.Drogen.Gewalt.Vergewaltigungs-Parade gehört verboten.
Warum wird dieses widerwärtige Treiben nicht unterbunden?
Das ist musikalischer Kindesmissbrauch: Schützt die Kinder vor solchen perversen Umzügen.
18:22
Mensch, fragt doch auf der Straße mal, wo vor 2 Jahren die Loveparade war ? Na, na, wieviele
wissen es ? Soweit zum Thema Medienkampagne.
Aus dem Auge, aus dem Sinn.
Auch wenn ich für Schrottilie nichts über habe, so war die LP-Absage für Bochum die einzige gute
Entscheidung der letzten 5 Jahre.
Und Kai, who the **** is Dortmund ? Spielt da nicht die hoffnungslos verschuldete Truppe in
Gelb-Schwarz, die auch so gut haushalten konnte ?
16:48
Und erstmal die Kulturhaupstadt! Was die wohl kostet! Schrecklich! Sicher kein billiger Spass! Absagen! Sofort! Dortmund nimmt Euch das gerne ab, Ihr Loser!
16:29
Also wenn Ich hier die ganzen Nörgler sehen,bekomme Ich das Grauen.Denn so wird das nie was mit der Metropole Ruhr.Außerdem möchte Ich mal Herrn Hüllsmann zitieren:Eine vergleichbare Kampagne hätte eine siebenstellige Summe gekostet. Womit bewiesen ist das die 836000€ wohl mehr als gut angelegtes Geld ist.Und hätten die Bochumer Lokalpolitiker nicht die Muffen sause bekommen und so kurzfristig die durchführung der Loveparade abgesagt,sondern hätten mal frühzeitig angefangen ordentlich zu arbeitet,dann hätte man auch zeigen können das man wirklich eine Metropole Ruhr ist.So hat man aber eher die geleistete Arbeit der Stadt Essen und Dortmund so gut wie zu nichte gemacht.Und Ich bin mir sehr gewiss,das eine Durchführung der Loveparade in Bochum möglich gewesen wäre.
13:16
Gut, dass Bochum diesen Quatsch abgesagt hat. Damit kann man sich beim Schuldenmachen besser aufs Konzerthaus konzentrieren.