Linke empört über Provokateure

Mit großer Empörung hat die Essener Linke Meldungen aufgenommen, wonach Neonazis im Essener Karnevalszug mitgelaufen sind und mit „Heil Hitler“-Rufen auf sich aufmerksam gemacht haben.

„Das ist nicht das erste Mal, dass so etwas passiert“, erinnert Sonja Neuhaus, Sprecherin des Kreisverbandes. „Auch im letzten Jahr tauchten plötzlich weißmaskierte und schwarz gekleidete Gestalten auf dem Zug auf, die der Neonazi-Szene zuzurechnen waren.“

Derartige Provokationen müssten in Zukunft strikt unterbunden werden. Es gehe nicht an, dass Neonazis den Karneval für ihre Zwecke missbrauchten und die Öffentlichkeit an ihr Auftreten gewöhnten.

„Die Polizei hat in diesem Fall schnell reagiert und Platzverweise ausgesprochen“, kommentiert Parteisprecher Michael Steinmann den Vorfall. „Trotzdem ist die Aktion der Jugendlichen ein Signal, dass antifaschistisches Engagement nach wie vor bitter nötig ist. Egal, ob es die weitverbreitete Diskriminierung von Musliminnen und Muslimen ist oder die Relativierung des Nationalsozialismus und Antisemitismus, beides darf keinen Platz in Essen haben.“ Solcherlei Ereignisse erforderten Aufklärungsarbeit.