Linke: Die Kita-Planung ist unzureichend

Nach Ansicht der Ratsfraktion Die Linke ist der derzeitige Mangel an Kitaplätzen die Folge einer unzureichenden Bedarfsplanung und könnte der Stadt Essen noch teuer zu stehen kommen. Der aktuelle Bericht zum Kitaausbau zeige gleich mehrere Versäumnisse auf, hieß es gestern.

„Bei dem nur schleppend vorankommendem Kitaausbau kann es noch Jahre dauern, bis die Quoten erfüllt werden. Bis dahin können hohe Kosten auf die Stadt zukommen, weil die Eltern Ersatzansprüche einklagen“, so die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Ezgi Güyildar, Mitglied im Jugendhilfeausschuss. „Wir finden es gut, dass bei der Planung der Stundenkontingente eine Bedarfsabfrage bei dem Eltern vorgenommen wird. Wir wünschen uns aber auch, dass der grundsätzliche Bedarf an Kitaplätzen besser abgefragt und entsprechend erfüllt wird.“

Nach Ansicht der Linke-Ratsfraktion ist eine Betreuungsquote für unter Dreijährige von gerade einmal 40 Prozent im Vergleich zu anderen Großstädten zu gering angesetzt. Leider schaffe es die Stadt nicht einmal diese Quote zu gewährleisten.

„Die Stadt forciert diverse Projekte um Essen attraktiver zu machen und erhofft sich dadurch qualifizierten Zuzug, doch das bringt alles nichts, sofern Kinder- und Familienfreundliche Infrastruktur fehlen. Den Eltern wird die Möglichkeit zu arbeiten gegeben und die Kinder werden gleichzeitig früh gefördert“, so Ezgi Güyildar.

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