Das aktuelle Wetter Essen 1°C
Essen

Linie 105 soll Frintrop beschleunigen

31.12.2012 | 00:07 Uhr
Linie 105 soll Frintrop beschleunigen

Frintrop. Die Vertretung der Geschäftsleute im Stadtteil, die Werbegemeinschaft Frintrop, steht voll hinter dem geplanten Ausbau der Straßenbahnroute 105 bis zum Oberhausener Centro: So sehr, dass sie dies in einem Brief an die politischen Parteien in Oberhausen noch einmal unterstrich.

„Wir sind doch ein attraktiver Stadtteil mit einem vielseitigen Angebot: Uns kann das nur nutzen“, unterstreicht Christian Plassmann, Vorsitzender der Werbegemeinschaft Frintrop, und freut sich auf den erhöhten Taktbringer 105. Die Tram soll schon 2018 u.a. den Essener Hauptbahnhof, das Einkaufszentrum Limbecker Platz/Berliner Platz und das Centro auf einer Route verbinden, kompliziertes Umsteigen ist dann nicht mehr nötig.

So jedenfalls will es die politische Mehrheit aus SPD, Grünen und FDP in Oberhausen. Von der derzeitigen Endhaltestelle „Unterstraße“ in Frintrop soll ein Bogen über das ehemalige Stahlwerksgelände bis zur Haltestelle „Neue Mitte“ (Centro) geschlagen werden. 77 Millionen Euro sollen die zusätzlichen 3,3 Kilometer kosten, den Löwenanteil (64,3 Millionen Euro) davon soll der Bund bezahlen. Täglich 3000 Menschen soll die Linie befördern.

„Und das ist doch eine einmalige Chance. Je stärker eine Straße befahren ist, desto attraktiver ist sie doch“, unterstreicht Christian Plassmann. Nicht nur für Essener aus anderen Stadtteilen werde Frintrop nun bekannter. Auch Oberhausener auf dem Weg zum Limbecker Platz könnten so einen Zwischenstopp einlegen. Dabei liege es doch an jedem Geschäftsmann selbst, die Menschen zum Aussteigen zu bewegen. „Man muss einfach auch Anreize schaffen. Das können spezielle Angebote sein, das ist aber auch durch die Struktur der Geschäfte vor Ort gegeben“, ist Plassmann überzeugt. Damit meint er die Tatsache, dass in Frintrop noch weitgehend der Inhaber selbst hinter der Ladentheke steht. „Bei den großen Ketten ist man oft nur eine Nummer, die Flexibilität fehlt häufig“, führt er aus.

Vor Ort sei die Stimmung bei den Geschäftsleuten „in der Mehrheit sehr positiv“, wenn es um die 105 gehe. „Als das Centro kam, haben alle gedacht, dass in Frintrop die Welt untergeht. Doch das ist gar nicht passiert“, schildert Plassmann auch eine Mentalitätsveränderung, die im Stadtteil gegriffen habe. Schon beim Ausbau des Centro 2006 war die Meinung vor Ort nur noch gespalten und nicht mehr durchweg negativ.

„Natürlich gibt es auch immer Geschäftsleute, die das Ganze als Bedrohung empfinden“, sagt Plassmann, aber: „Es ist eben auch für jeden Kaufmann eine Chance. Und bis 2018 hat man noch genug Zeit, sich darauf einzustellen.“

Markus Grenz



Empfehlen
Themenseiten

SPD

Lesen Sie auch
Kommentare
Kommentare
01.01.2013
12:31
Linie 105 soll Frintrop beschleunigen
von heindaddel | #1

Wie das die Chancen in Frintrop erhöht ist in Oberhausen auf der Marktstraße zu besichtigen.

1 Antwort
Linie 105 soll Frintrop beschleunigen
von drmccoy | #1-1

Da fährt keine Straßenbahn. Und derzeit fahren Centrobesucher um Frintrop herum um ans Ziel zu gelangen

autoimport
Umfrage
Die Verbraucherzentrale Essen hat den Energieversorger RWE aufgefordert, den Stromtarif in der Grundversorgung rasch zu senken. Es gebe angesichts der Preisentwicklung am Strommarkt keinen Grund, eine Preissenkung hinauszuzögern. Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, Ihren Stromanbieter zu wechseln?

Die Verbraucherzentrale Essen hat den Energieversorger RWE aufgefordert, den Stromtarif in der Grundversorgung rasch zu senken. Es gebe angesichts der Preisentwicklung am Strommarkt keinen Grund, eine Preissenkung hinauszuzögern. Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, Ihren Stromanbieter zu wechseln?

 
Aus dem Ressort
Schleier-Verbot an Grundschule - viel Zuspruch für Rektorin
Integration
Das Niqab-Verbot an einer Essener Grundschule schlägt hohe Wellen. 96 Prozent der Schüler stammen aus Einwandererfamilien, die Schule gilt als Musterbeispiel für eine erfolgreiche Integrationspolitik. Doch Toleranz hat auch hier Grenzen. Die resolute Rektorin erfährt viel Zustimmung.
Unbekannte stehlen RWE-Fans neues Riesengraffiti
Rot-Weiss Essen
Über 37 Meter Plane hinweg erstreckte sich der Schriftzug: "Westtribüne Rot-Weiss Essen" hatte ein Graffiti-Künstler im Auftrag der Arbeitsgemeinschaft Westtribüne aufgesprüht, dazu Essener Wahrzeichen. Am Sonntag hatten die RWE-Fans das Graffiti angebracht. Seit Freitagmorgen ist es verschwunden.
Fitness-Studio im Essener Opti-Park in der Insolvenz
Wirtschaft
Die 45 Mitarbeiter hatten es schon länger befürchtet, nun musste "City Fitness Essen" Insolvenz anmelden. Das im Opti-Gewerbepark neben dem Asylheim gelegene Studio bleibt aber vorerst geöffnet. Der Noteinrichtung will der Insolvenzverwalter keinesfalls die Verantwortung zuschieben.
Baldeneysee abgesenkt – Angler retteten tausende Fische
Baldeneysee
Zwischen Montag und Donnerstagmorgen senkte der Ruhrverband den Wasserstand des Baldeneysees um 75 Zentimeter ab. Eine Folge: Im Naturschutzgebiet Heisinger Aue saßen tausende Fische auf engstem Raum fest, konnten nicht mehr zurück in die Ruhr schwimmen.
Kripo ermittelt nach Brand in verlassener Hütte in Essen
Feuer
In einer verlassenen Hütte auf einem Gartengrundstück am Bahndamm in Essen-Frohnhausen brannte es am Donnerstagnachmittag. Wie es zu dem Feuer kommen konnte, ist bislang noch unklar. Die Beamten des Kriminalkommissariats 11 der Polizei Essen ermitteln nun zur Brandursache.