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Leichenfund

Leichenfund in Werden - Liesa vermutlich in Werl erstickt

30.10.2012 | 12:30 Uhr
Leichenfund in Werden - Liesa vermutlich in Werl erstickt
Liesa S. wurde vermutlich in Werl erstickt.

Essen/Werl.   Drei Tage nach dem Leichenfund der seit April vermissten Liesa S. aus Werl in einem Wald in Essen-Werden hat die Staatsanwaltschaft "den vagen Verdacht", dass die 23-Jährige erstickt wurde. Vieles spreche dafür, dass der Fundort nicht der Tatort ist. Das DNA-Ergebnis wird für Mittwoch erwartet.

Drei Tage nach dem Leichenfund von Liesa S. in einem Wald in Essen-Werden warten Staatsanwaltschaft Arnsberg und Mordkommisson Dortmund auf das DNA-Ergebnis, das weitere Erkenntnisse zum Tod der 23-Jährigen bringen soll. Es bestehe „der vage Verdacht, dass sie erstickt ist“, sagte die Staatsanwaltschaft auf Nachfrage.

Kinder hatten am Samstagnachmittag einen Beinknochen in der Nähe der Jugendherberge Essen gefunden. Die Polizei fand bei einer Suchaktion am Sonntag den skelettierten Rest der Leiche. Eine mehrstündige Obduktion in der Rechtsmedizin machte die Tote „mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit“ als die vermisste Liesa S. aus Werl aus .

Fundort nicht der Tatort

Nach bisherigen Vermutungen ist die 23-Jährige auch dort getötet worden. Die Staatsanwaltschaft geht aktuell davon aus, dass der Fundort nicht der Tatort ist: „Es spricht mehr dafür, dass es schon in Werl zu der Tat gekommen ist." Schließlich sei das Auto der Toten nach ihrem Verschwinden am 16. April in der Nähe der Autobahnauffahrt Werl-Süd gefunden worden.

Hintergrund
Chronologie im Fall Liesa S.
Chronologie im Fall Liesa S.
  • Am 16. April verschwindet Liesa S. aus Westönnen spurlos. Ihr Twingo wird in der Nähe der Auffahrt Werl-Süd an der A 44 gefunden.
  • 10. Mai: Der Ex-Freund von Liesa S. wird in Essen von Spezialkräften festgenommen. Gegen ihn wird Haftbefehl wegen Mordes erlassen.
  • 7. Juni: Die Facebook-Gruppe „Wo ist Liesa???“ erinnert mit einer Aktion auf dem Werler Marktplatz an den 24. Geburtstag der Verschwundenen .
  • 5. Juli: Boote mit Leichenspürhunden suchen in der Nähe der Staumauer die Oberfläche des Möhnesees ab. Ohne Ergebnis.
  • 13. Juli: Im Kofferraum des Mietwagens, den ihr Ex-Freund in der Nacht ihres Verschwindens gefahren haben soll, wird eine DNA-Spur von Liesa S. gefunden.
  • 30. Oktober: Kräfte der Polizei entdeckten nach einer umfangreichen Suche und Hinweisen von spielenden Kindern die skelettierte Leiche in Essen-Werden.

Bereits im Mai hatte die Polizei den Essener Ex-Freund Richard O. wegen Mordverdachts verhaftet . Liesa S. hatte sich kurz zuvor von ihm getrennt. Der junge Mann verstrickte sich schnell in Widersprüche, zudem fand die Polizei DNA-Spuren der Vermissten in einem Leihwagen, den er sich gemietet hatte. Am 10. Mai stellte ein Spezialeinsatzkommando (SEK) den 24-Jährigen in Essen. Seitdem sitzt er wegen Mordverdachts in Untersuchungshaft in der JVA Dortmund.

Der Tatverdächtige schweigt

Bisher bestritt er die Tat. Doch jetzt könnte es eng für ihn werden. „Weitere Untersuchungen sind als Folge der Obduktion in Auftrag gegeben“, sagt die Staatsanwaltschaft zum weiteren Procedere. Zudem werde der Fundort auf weitere Spuren untersucht. „Wir müssen gucken, ob er sich jetzt einlässt.“

Derweil trauern Angehörige und Freunde um Liesa S. Bis zuletzt hatten sie gehofft, dass die 23-Jährige noch am Leben ist. Seit Montag haben sie die traurige Gewissheit. Auch die Facebook-Gemeinde trauert: In einer  Gruppe, die ursprünglich gegründet worden war, um bei der Suche der Vermissten zu helfen, bekunden Mitglieder im Minutentakt ihr Beileid.

Sophia Schauerte



Kommentare
31.10.2012
20:57
Leichenfund in Werden - Liesa vermutlich in Werl erstickt
von mladini | #5

da der täter solang geschwiegen hat und noch schweigt wird sich noch als bumerang herausstellen. ich hoffe der typ bleibt auf jahre im knast und anschließend sicherungsverwahrung.

31.10.2012
12:16
Leichenfund in Werden - Liesa vermutlich in Werl erstickt
von cabmsi | #4

@Sophia Schauerte/Redaktion:
Was soll dieses halbherzig verpixelte Bild?
Wollen sie die Identität der Toten schützen? Dann ist diese Verpixelung völlig unzureichend. Bekannte werden sie sofort erkennen, selbst ich kann mir jetzt ein ziemliches genaues Bild machen. Wenn Schutz, warum dann überhaupt ein Foto? Oder soll es gar kein Schutz sein, sondern ist die Pseudo-Verpixelung nur ein Feigenblatt?

1 Antwort
Leichenfund in Werden - Liesa vermutlich in Werl erstickt
von An77 | #4-1

vor allem, wenn diese Bild in anderen Medien ohne einschränkung abgedruckt wird....

30.10.2012
20:20
Leichenfund in Werden - Liesa vermutlich in Werl erstickt
von Xavinia | #3

Selbst WENN es zu einer Verurteilung kommen sollte: Ihm werden etliche Möglichkeiten geboten werden, sich wieder zu resozialisieren; vielleicht eine Ausbildung zu absolvieren und erhält psychologische Therapie-Angebote.

Liesa aber hat keine dieser Chancen mehr; sie liegt in ihrem kalten Grab und wird nie mehr das Licht der Welt sehen können.

Und das alles nur, weil ein junger Mann nicht akzeptieren konnte, dass sie sich getrennt hatte?

Was für eine erbärmliche Kreatur.

Mein tiefstes Beileid an die Eltern und alle Verwandten, Freunde und Bekannten!

30.10.2012
19:46
Leichenfund in Werden - Liesa vermutlich in Werl erstickt
von berni44 | #2

Hallo " Preluder" ein Text den sie da schreiben ist unmöglich. Sie hätten besser gemordet.
Welch eine Einstellung zum Mitmenschen,
Eins aber , der Täter sitz ja ein. Er hat den üblichen Pflichtverteidiger, den der Steuerzahler bezahlt.
Dieser rät den Tätern " die müssen dir alles beweisen" wenn da nicht gelingt," wirst du nicht bestraft".
Welch eine Moral hat solch ein Anwalt, als sog. Organ der Rechtspflege.
Für einen Täter, der sich so verdeidigt und die Tat tatsächlich nachgewiesen wird, darf es keine milderen Umstände beim Urteil geben.
Er kann sich ja dann bei seinem Anwalt beschweren.

1 Antwort
Leichenfund in Werden - Liesa vermutlich in Werl erstickt
von Preluder | #2-1

Ein einigermaßen fähiger Verteidiger wird bei zu erdrückender Beweislast umschalten auf den Modus: "Wenn du gestehst, es bereust, dich entschuldigst und angibst, vorher noch Alkohol getrunken zu haben, wirds billiger bzw. kürzer." Dass ich besser gemordet hätte, habe ich nicht geschrieben - spielt aber auch keine Rolle, da es für Außenstehende ja jetzt ohnehin nicht mehr überprüfbar ist.

30.10.2012
17:29
Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #1

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

2 Antworten
Leichenfund in Werden - Liesa vermutlich in Werl erstickt
von rwefortune | #1-1

Es war eben eine beziehungstat, nicht geplant, ich glaube er wollte alles mit Ihr regeln,wer weiß was dann passiert ist? es ist schlimm aber es ist so.Auch mein Beileid an die Angehörigen von Liesa

Leichenfund in Werden - Liesa vermutlich in Werl erstickt
von Preluder | #1-2

Okay, das kann natürlich sein, auch wenn IMHO einiges dagegen spricht. Schade, dass die Aussprache so enden musste.

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