Das aktuelle Wetter Essen 14°C
FAHRRADKLIMATEST

Leerlauf auf niedrigem Niveau

04.02.2013 | 08:00 Uhr
Leerlauf auf niedrigem Niveau
Dass die Essener heute auf der ehemaligen Rheinische Bahntrasse radeln können, ist laut dem Allgemeinen Deutsche Fahrrad-Club kein Verdienst der Stadt.Foto: Von Born

Essen.   Im Fahrradklimatest des Allgemeinen Deutsche Fahrrad-Clubs bewerten 546 Radler ihre Stadt erneut mit der Schulnote vier. 1991 fuhr Essen als bundesweit Letzter im Test noch die „Rostige Speiche“ ein.

Ernüchternd bewerten NRWs Radler das Fahrradklima im Land gerade mal mit der Schulnote vier; Essen liegt mit der Bewertung 3,97 im Mittelfeld. Das geht aus einer nun veröffentlichten Studie des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) hervor, dem Fahrradklimatest 2012. 79.000 Biker aus ganz Deutschland haben dafür ihre Stadt anhand eines Fragenkatalogs in Sachen Fahrradklima eingestuft, davon 14.000 aus NRW und 546 aus der Ruhrstadt.

Jörg Brinkmann, Vorsitzender des ADFC in Essen, bewertet das lokale Ergebnis als „Stagnati­on auf niedrigem Niveau“. Zur Erinnerung: Beim Fahrradklimatest 1991 hatte Essen den allerletzten Platz belegt und die „Rostige Speiche“ erhalten. Die wenig schmeichelhafte Auszeichnung führte zwar zur Kehrtwende bei der Radverkehrspolitik, „die im Nachhinein betrachtet dann aber doch mit vielen Querschüssen und Hindernissen behaftet war“, so Brinkmann.

Bundesweit „nur“ auf Platz 22

2005, als die Radler zuletzt das Fahrradklima bewerteten, war der Wert im Vergleich zum aktuellen Test nur geringfügig schlechter und lag bei 4,1. „Ich sehe seitens der Stadtverwaltung seither keine nennenswerte Verbesserung“, so Brinkmann. Dass seither dennoch einiges passiert ist – etwa, dass die Rheinische Bahntrasse zum Radweg umgebaut wurde – sei fast ausschließlich von außen heran getragen worden. Brinkmann: „Die Stadt war daran nicht beteiligt.“

Negativ schneiden der Stellenwert des Radverkehrs (4,56), das Sicherheitsempfinden als Radler (4,27) und die Breite von Radwegen (4,55) bei den Essenern ab. Positive Werte fährt die Ruhrstadt bei Fragen nach der Infrastruktur des Radverkehrsnetzes (2,95), für Radfahrer in Gegenfahrtrichtung geöffnete Einbahnstraßen (2,87) und öffentlich zugänglichen Leihfahrrädern (2,34) ein.

Brinkmann bemängelt zudem, dass der Radverkehr in Essen oft nur die zweite Geige spielt, selbst wenn Straßen um- oder neu gebaut würden: „Beste Beispiele dafür sind der Berthold-Beitz-Boulevard , die Kreisverkehre an der Freiheit oder am Berliner Platz, wo es zum Teil nicht einmal richtige Radverkehrsanlagen gibt.“ Obgleich es am Ende bundesweit nur für Platz 22 im Ranking reicht, ist von einer „überdurchschnittlichen Entwicklung“ die Rede, was einfach zu erklären ist: Die Zahl der Großstädte im Test ist von 28 auf 38 gestiegen.

  1. Seite 1: Leerlauf auf niedrigem Niveau
    Seite 2: "Erheblichen Handlungsbedarf"

1 | 2


Kommentare
04.02.2013
08:40
Leerlauf auf niedrigem Niveau
von unkreativ | #1

2013.
DerWesten schafft es immer noch nicht Links zu setzen (Ende des Artikels) oder die beschriebenen Umfragen (Eingang des Artikels) zu verlinken.

Zeitungssterben anyone?

Umfrage
Die Reform der Ökostrom-Rabatte würde die Evag bis zu 400.000 Euro kosten. Der Tarifabschluss im öffentlichen Dienst kostet die Evag 2,8 Mio. Euro/Jahr. Auf die Mehrkosten könne die Evag mit Preiserhöhungen oder Leistungseinschränken reagieren. Was meinen Sie?

Die Reform der Ökostrom-Rabatte würde die Evag bis zu 400.000 Euro kosten. Der Tarifabschluss im öffentlichen Dienst kostet die Evag 2,8 Mio. Euro/Jahr. Auf die Mehrkosten könne die Evag mit Preiserhöhungen oder Leistungseinschränken reagieren. Was meinen Sie?

So haben unsere Leser abgestimmt

Für die Ökostrom-Reform zahle ich als Fahrgast gern etwas mehr.
8%
Für die höheren Löhne der Evag-Mitarbeiter zahle ich als Fahrgast gern etwas mehr.
17%
Die Evag sollte wenig gefragte Leistungen einschränken, um Preiserhöhungen zu verhindern.
22%
Preiserhöhungen fände ich unverschämt. Da muss es andere Lösungen geben.
53%
537 abgegebene Stimmen
 
Aus dem Ressort
A40 und A52 werden Richtung Bochum gesperrt - Live-Ticker
Autobahnsperrung LIVE
Die A40 und die A52 werden wegen eines Bergbauschachts in Fahrtrichtung Bochum gesperrt. Autofahrer sollten den Bereich großräumig umfahren. Alle Informationen im Live-Ticker.
A40 und A 52 gesperrt - das sind die Umleitungen
Autobahnsperrung
Die A40 und die A52 werden wegen eines Bergbauschachts in Fahrtrichtung Bochum gesperrt. Der Landesbetrieb Straßen NRW empfiehlt, das Dreieck Essen-Ost weiträumig zu umfahren. In Essen werden Umleitungen für Autofahrer ausgeschildert, die A40 oder A52 hier verlassen müssen. Das sind die Umleitungen.
Einbrecher (21) ließ sich in Essener Supermarkt einschließen
Kriminalität
Ein 21-jähriger Einbrecher hat sich offenbar in der Nacht zu Mittwoch in einen Supermarkt in Essen-Holsterhausen einschließen lassen. Doch dann löste die Alarmanlage aus und die Polizei entdeckte den Mann, während er versuchte, sich zwischen Leergut zu verstecken.
Sicherung des A40-Schachts könnte zwei Wochen dauern
Autobahnsperrung
Der Schacht, der nun die Sperrung der Autobahnen 40 und 52 verursacht, wurde 1840 in den Boden getrieben. Zu seiner Sicherung wird Straßen NRW ein Stahlgerüst auf der Autobahn aufbauen lassen, um zu verhindern, dass Menschen oder Maschinen einbrechen, sollte es zu einem Tagesbruch kommen.
Meisterschale Donnerstag in Essen, Trikots zu gewinnen
Bundesliga
Die Meisterschale der Fußball-Bundesliga kommt am Donnerstag im Rahmen der Hermes-Fan-Tour nach Essen. Vorab gibt es handsignierte Trikots und Bälle von Borussia Dortmund und Schalke 04 zu gewinnen.