Land stoppt Ruhralleetunnel und A52-Ausbau
22.09.2011 | 18:30 Uhr 2011-09-22T18:30:49+0200
Essen.Nach Jahrzehnten des politischen Streits schiebt die Landesregierung zwei zentrale Essener Autobahnprojekte auf die lange Bank: Die Durchstreckung der A52 und der Bau des Ruhralleetunnels werden auf Jahre nicht mehr weitergeplant.
Nach Jahrzehnten des politischen Streits schiebt die Landesregierung zwei zentrale Essener Autobahnprojekte auf die lange Bank: Die Planungen für den Bau des Ruhralleetunnels und die Durchstreckung der A 52 durch den Essener Norden werden ab sofort nicht weiterverfolgt. Dies gab NRW-Verkehrsminister Harry K. Voigtsberger (SPD) bekannt. Für beide Bauvorhaben sieht die Landesregierung angesichts sinkender finanzieller Mittel für Jahre keine Chance auf Realisierung. Wie alle Straßenbauprojekte, die politisch hoch umstritten oder nicht unbedingt notwendig erscheinen, verschwinden sie in der Schublade.
Hintergrund: Zwar werden Autobahnen vom Bund finanziert, das Land tritt bei der Planung allerdings in Vorleistung und sieht sein Geld erst wieder, wenn die Pläne umgesetzt sind. Angesichts von Baukosten von geschätzten 900 Millionen Euro für die A 52 und den Ruhralleetunnel, fürchtet das Land auf Planungskosten in Millionenhöhe sitzenzubleiben. „Es ist das eingetreten, was aufgrund der Finanzsituation zu erwarten war“, kommentierte Dieter Hilser die Entscheidung der Landesregierung. Essens SPD-Chef hatte im April vergebens versucht, seine Parteifreunde für einen Ausstiegsbeschluss zu gewinnen.
In der Sache darf sich Hilser nun bestätigt fühlen, auch wenn der Planungsstopp noch nicht das endgültige Aus bedeutet. Eine andere Landesregierung könnte die Pläne wieder aus der Schublade holen. Die Bürgerinitiative „A 52 stoppen“ sieht noch keinen Anlass für Champagnerlaune, so lange die A 52 auf der Prioritätenliste des Bundes nach wie vor ganz weit oben steht. Für die Industrie- und Handelskammern des Ruhrgebiets bleibt die A 52 auf Platz 1 ihrer Prioritätenliste.
17:35
#8 von bergerhausener
Am 3.10.2011 konnten sie noch nicht wissen was am 5.10.2011 in Berlin passeirt ist. Da sind es auch nur 3,4 km Autobahn. Also, abwarten und Tee trinken, denn auch in NRW wird sich noch was verändern. Wetten!
15:47
@#7 Hallo Woelly, immer noch nicht gemerkt, dass es außer Ihnen kaum noch jemanden gibt, der glaubt mit Autobahnen, lissen sich die Mobilitätsprobleme lösen. Nur aus Angst, dass Bundesgeld könnte am Ruhrgebiet vorbeifließen, haben die letzten noch der Autobahn zugestimmt. Jetzt ist diese Ilosion auch vom Tisch und endlich drehen sich alle um und suchen die Mobilität mit einer Verlagerung zu erreichen. 10% mehr in Bus und Bahn und Sie haben Ihre freie Fahrt für die Restautofahrer und LKWs. Als ob Großinvestitionen nur von der Autobahnanbindung abhängt. Dann dürfte EON mit seinem Direktanschluss an der A52 zum Flieger in Düsseldorf ja auf Dauer bleiben? Aber wahrscheinlich werden Sie jetzt argumentieren, dass die Arbeitsplätze abbauen, weil Sie nicht den Anschluss Richtung Norden mit der A52 haben.
16:37
Diese 7 Rest- Verhinderer und Neinsager sollten endlich den Platz räumen, damit die Durchstreckung der A52 und A44 erfolgen kann! Siemens hat bereits angekündigt, dass die Sparte erneuerbare Energie (Windenerie) in Hamburg aufgebaut wird. Mit dieser Investitions- Verhinderungspolitik wird Rot Rot Grün in NRW scheitern. Die Großinvestoren machen einen Bogen um NRW!
21:16
@ # 1 Manchmal wünscht man sich Verhältnisse wie in Japan, in welcher Seelenverfassung schreibt ein Kommentator einen solchen Satz zum Thema Ruhralleetunnel etc. nach Fukushima, dessen Desaster nun gerade erst allmählich in Japan aufgearbeitet wird?! Man hat nun weiß Gott genug Argumente ausgetauscht, aber das hier sollten wir uns nun wirklich nicht antun.
16:03
Viel Geld wurde bereits unnötig verplant. Jetzt sollten StraßenNRW Planungsgelder endlich in eine Mobilitätsbehörde fließen, die alle Verkehrsträger berücksichtigt. Es ist billiger und schneller den ÖPNV zu fördern und Gelder vom Bund zu fordern weitere 20 Jahre auf eine Autobahn zu hoffen. Alle Leute schieben ihre Autofahrentscheidung auf den schlechten ÖPNV, da sollte man ansetzen. 10% Pendler weniger auf den Straßen und die Probleme zu den Spitzenzeit der Rushhour sind vom Tisch. 10% des Ferngüterverkehrs auf die Schiene und 10% des Zubringdienstes in Stadtlogistikkonzepte und Speditionen können wieder effektiv die restlichen Straßen nutzen. Dannb ist auch Geld da um Baustellen schneller abzuwickeln.
14:41
Notwendig ist ein neues Mobilitätskonzept für das Ruhrgebiet und ganz NRW bei dem alle Verkehrsmittel sinnvoll miteinander verknüpft werden. Das würde der Wirtschaft dienen. Ein Großprojekt, dass die Bürger aktiv gestalten. Denn Sie sind die besten Experten!
Im Ruhrgebiet muss endlich über die Stadtgrenzen hinaus gedacht und geplant werden!
15:59
Die prognostizierte Vekehrsentwicklung für die nächsten 20 Jahre rechnet mit einem deutlichen Verkehrszuwachs im Ruhrgebiet.
Und genau das muß verhindert werden.
Wer, bitteschön, soll diesen Verkehr generieren?
19:41
Wer dieses Projekt als nicht notwendig bezeichnet, hat keine Ahnung von Verkehrsplanung. Die prognostizierte Vekehrsentwicklung für die nächsten 20 Jahre rechnet mit einem deutlichen Verkehrszuwachs im Ruhrgebiet. Hier geht es nicht um Stuttgart 21, hier geht es darum ob man im Ruhrgebiet den Verkehrsinfark erleidet oder nicht. Der Durchbau der A52 und des Ruhrallee-Tunnels sind bitter notwendige Investitionen, die dem Verkehrsfluß im ganzen Ruhrgebiet zu Nutze kommen.
Hier zeigt sich mal wieder, dass die Rot-Grüne Regierung von Hanni und Nanni aus reinem Opportunismus poppulistisch denken und Handeln. Mit Zukunft hat das nichts zu tun.
Und wieder wird ein Sargnagel in den Strukturwandel des Ruhrgebiets getrieben, denn dieses kurzsichtige politische Handeln hat auch Wirkung auf das Engagement von potentiellen Investoren.
18:50
Demokratie mag zwar eine gerechte Staatsform sein, aber wenn man sie mit einer unglaublichen Bürokratie koppelt, ist sie definitiv die ineffektivste. Manchmal wünscht man sich dann doch Verhältnisse wie in Japan, wo man noch auf seinen Fortschritt & Erfolge stolz ist, als Nation, und nicht ein gelangweilter Pensionär sich an die Straße setzt und gegen das jeweils gerade aktuelle Thema demonstriert, weil er Langeweile hat. Wohin uns diese Haltung bringt, werden wir sehen, sobald wir langsam aber sicher in der Liste der Industrienationen nach hinten durchgereicht werden & unsere Firmen abwandern, weil man hier ja eh keine Großprojekte mehr realisieren kann.