Lagerfeld im Folkwang Museum - Frust statt Schaulust

Foto: WNM
Was wir bereits wissen
Kalte Füße gab es am Freitag bei der Eröffnung der Lagerfeld-Ausstellung im Essener Museum Folkwang. Viele Besucher hatten sich erhofft, mindestens kurz den Modezar sehen zu können. Stattdessen entstand der Eindruck, dass das Spektakel organisatorisch nicht ganz durchgedacht war. Ein Kommentar.

Essen.. Folkwang ist die „Halle des Volkes“, so heißt es in der nordischen Mythologie, eine „Begegnungsstätte für die Bürger jedweden Standes“. Und so sollte es am Freitagabend auch kommen: Keine bevorzugte Behandlung für Ehrengäste, sondern eine Einladung an alle, das spektakuläre Promi-Event zu erleben: Modekönig Karl Lagerfeld zu Gast in Essen – nicht eben ein Star zum Anfassen, aber einer, dem man doch gerne mal aus der Nähe gesehen hätte.

Es kam anders. Statt Applaus und Schaulust gab es Frust und kalte Füße und den Eindruck, dass man das Museums-Spektakel organisatorisch nicht richtig durchdacht hatte. Schade für ein Haus, das mit diesem Publikumsereignis viele Sympathiepunkte hätte sammeln könne, auch bei denen, die nicht zu den ständigen Museumsgästen gehören.

Folkwang Museum Unverrichteter Dinge wieder nach Hause gehen zu müssen, ist keine gute Werbung. Der Plan, die Vernissage unbeschränkt zu öffnen, war blauäugig. Ein Kontingent mit kostenlosen Zählkarten im Vorfeld zu vergeben, wäre eine Lösung gewesen. So hätte keiner enttäuscht im Regen gestanden.