Kurzgeschichte von Mark Twain als berührender Monolog

Am Samstag, 25. April, ist die Schauspielerin Lucia Peraza Rios auf der Bühne von kunstwerden zu Gast und präsentiert auf ihre intensive, reduzierte wie eigenwillige Art die berührende Kurzgeschichte von Mark Twain „Die Geschichte des Hundes“. Beginn wird um 20 Uhr sein.Vor kurzem war sie übrigens in Essen mit Karl Walter Sprungala auf der Bühne im Rathaustheater bei „Rain Man“ zu sehen.

Kampf gegen Rassismus

„Die Geschichte eines Hundes“ wird erzählt aus der Sicht einer Hündin. Sie wächst heran, wird verkauft und wird schließlich selbst Mutter. Auf ihrem Weg versucht sie die von der eigenen Mutter erlernten Werte in ihrem Bewusstsein und Verständnis umzusetzen. Doch - „es kommt meistens anders als man denkt“, wie der Volksmund sagt. Und so erfährt sie das Leben.

Diese Kurzgeschichte von Mark Twain, die bis heute für Realismus und den Kampf gegen Rassismus, aber auch für Humor steht, hat an Aktualität nichts verloren.

Unter der Regie von Rosario Tedesco wurde nun von Lucia Peraza Rios das Prosastück in einen Monolog umgesetzt. Unter dem Motto: berühren - nicht zeigen, anschauen – nicht demonstrieren, wurde hierfür Theatralik und Schauspiel reduziert, um das „im Raumstehende“ nicht zu zerstören und der Wahrhaftigkeit näher zu kommen. Ein Stück, auf das man gespannt sein darf und das bei kunstwerden zugleich seine Deutschlandpremiere erfährt.

Der Verein ist wie immer bei Veranstaltungen ab 19 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Lucia Peraza Rios, in Kuba und Deutschland aufgewachsen, absolvierte ihr Studium als Schauspielerin an der staatlichen Hochschule für Musik und Theater in Hamburg. Anschließend ging sie ans Schauspielhaus Köln unter Karin Beier, wo sie u.a. mit Regisseur Antonio Latella arbeitete und so Teil seiner Kompanie wurde. Ihr beruflicher Weg führte sie im Wechsel auf deutsche und italienische Bühnen.

Das Alte Schauspielhaus Stuttgart ehrte sie als beste Schauspielerin für die Spielzeit 2010/11 für die Rolle der Dorine in „Tartuffe“ von Moliere.

Der in Palermo geborene Schauspieler und Regisseur Rosario Tedesco absolvierte sein Studium an der Luca Ronconi Schule in Turin. Seit Ende der 1990er Jahre arbeitete er mit dem Regisseur Antonio Latella und weiteren multikulturellen Kompanien. Diese führten ihn auf die Bühne Europas, vom Schauspielhaus Köln und der Volksbühne Berlin, über eine Europatournee von Kiew nach Barcelona, bis hin zu den wichtigsten Bühnen Italiens.

Er führte Regie in Italien und erzielte seine größten Erfolge mit „Der Stellvertreter“ von Rolf Hochmuth und „Die Physiker“ von Dürrenmatt. Nun versucht Rosario Tedesco mit dem Text von Mark Twain es als Regisseur auch auf die deutschen Bühnen zu schaffen, die ihm als Schauspieler schon vertraut sind.