„Kulturgut“ kommt im Juni vor Gericht

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Es sei schon „irgendwie verrückt“, meint Anabel Jujol: Mehr als zwei Jahre, nachdem sich die Künstlerin gemeinsam mit anderen Mitstreitern für „Kulturgut Essen“ stark gemacht hat, ein Bürgerbegehren, das Sparpläne in mehreren Kultureinrichtungen verhindern sollte, kommt das Vorhaben jetzt vors Verwaltungsgericht Gelsenkirchen. Am 29. Juni soll sich dort entscheiden, ob Oberbürgermeister Reinhard Paß einst richtig lag, als er den anstehenden Bürgerentscheid für unzulässig erklärte, weil die Sparbeschlüsse in seinen Verantwortungsbereich fielen. Zuvor war das Bürgerbegehren vermeintlich an zu wenig Unterschriften gescheitert, was die Stadt im Nachhinein korrigierte. Jujol freut sich erst einmal, „dass es diesen Termin gibt, um eine Debatte anzustoßen“. Die Kürzungen sind längst erfolgt.