„Kulturagenten für kreative Schulen“

Freisenbruch..  Schule einmal etwas anders. Für insgesamt 168 Mädchen und Jungen der Freisenbrucher Erich-Kästner-Gesamtschule stand für ein halbes Jahr neben den üblichen Unterrichtsfächern wie Mathematik, Englisch oder auch Geschichte einmal in der Woche ein etwas ungewöhnliches Angebot auf dem Stundenplan: Kultur und kreatives Arbeiten. Im Rahmen des Programms „Kulturagenten für kreative Schulen“ und in Zusammenarbeit mit Künstlern und namhaften Kulturinstitutionen wie dem Grend-Kulturzentrum, dem Ruhr Museum oder auch mit Einrichtungen aus anderen Städten erkundeten die Zwölf- und 13-Jährigen verschiedene Bereiche wie Tanz, Musik, Theater oder Bildende Kunst.

Dabei setzten sich die Schülerinnen und Schüler der siebten Jahrgangsstufe in verschiedenen Arbeitsgemeinschaften durchaus künstlerisch mit dem Thema „Biografisches Arbeiten“ auseinander. Herausgekommen sind dabei völlig unterschiedliche Projekte, die sie nun in der Aula vorführten – live und auch vor Publikum.

„Es ist wichtig, dass man schon junge Menschen mit Kultur in Berührung bringt“, äußert sich Gerd Schlüter sehr anerkennend über das Programm. Der Kunstlehrer, der mit seinen Schülern unter anderem ein kleines Video gedreht oder mit ihnen Tonskulpturen angefertigt hatte, freut sich jetzt schon auf eine Fortsetzung für die kommenden siebten Jahrgänge: „Das Programm hat allen Schülern sichtbar gut getan. Sie konnten mal einen Blick auf andere Dinge werfen und Orte besuchen, die die meisten zuvor gar nicht kannten oder zu denen sie nie einen Bezug hatten.“ Stimmt. Bislang empfand auch Nessrin Benjadi einen Besuch im Museum eher „langweilig“, wie die Zwölfjährige beschreibt.

Interesse statt Langeweile

Nach dem halben Jahr mit dem Programm der Kulturagenten könne sie sich aber nun durchaus vorstellen, auch mal öfter ein Museum zu besuchen. Ihre Schulfreundin Nikola Michalak kann sich dieser Aussage nur anschließen: „Kultur hat mich vorher nie sehr interessiert, das aber hat sich jetzt geändert.“