Das aktuelle Wetter Essen 11°C
Jazz

Trommelverbot bei Maischberger für Ilse Storb

09.11.2012 | 18:09 Uhr
Trommelverbot bei Maischberger für Ilse Storb
Eine schräge Persönlichkeit: lse Storb

Essen. Wer Ilse Storb zu sich ins Haus lädt, sollte eigentlich wissen, was ihn erwartet. Doch immer wieder scheinen einige Gastgeber von der Lebhaftigkeit der 83-jährigen Jazzprofessorin überrascht. So auch am Montag bei der ARD-Sendung „Menschen bei Maischberger“: „Ich durfte nicht trommeln“, erbost sich Storb.

Dabei ist sie bekannt dafür, bei öffentlichen Auftritten, „Pata Pata“ rufend und trommelnd das Publikum zum Mitklatschen zu bewegen. „Aber man sagte mir, die anderen Gäste würden das nicht mitmachen.“ Dabei sieht sie in dieser Aktion ein Zeichen gegen Rassismus, das sie von der südafrikanischen Sängerin und Freiheitskämpferin Miriam Makeba adaptiert habe.

Tour mit der MS Deutschland

Auch bei einer Tour mit der MS Deutschland stieß Ilse Storb mit ihren offensiven Motivationsversuchen auf Widerstand: Dort war sie im Sommer während einer Jazz-Reise als Referentin eingeladen, erzählt die Essenerin. „Doch nachdem ich bei einer etwas lahmen Band vom Publikum aus mehr Stimmung machen wollte, hat mir der Kapitän nahegelegt, früher von Bord zu gehen.“

Solcherlei Unverschämtheiten hat die Mitbegründerin des Labors für Weltmusik und Bundestverdienstkreuz-Trägerin heute Abend im Café Church, III. Hagen 39, wohl nicht zu erwarten: Zusammen mit Pfarrer Hunder widmet sie sich ab 18 Uhr in dem Programm „Küssen ist Beten: Trialog aus Wort, Bild und Musik“ dem Hohelied Salomons. Am Mittwoch, 5. Dezember, ist dieses Programm um 20 Uhr außerdem im Katakomben-Theater im Girardet-Haus zu sehen.

Gordon K. Strahl



Kommentare
12.11.2012
07:12
Trommelverbot bei Maischberger für Ilse Storb
von PoivreNoir | #5

Ich finde es toll, dass Frau Storb die einzige Jazz-Professorin Europas ist- Wahnsinn, so etwas zu erreichen- doch Benehmen kann sie sich nun wirklich nicht. Sie ist eine laute und unmögliche Person, der es besser täte, mal leisere und saubere Töne von sich zu geben. Kann meinen vier Vorschreiben hier eigentlich in jedem Punkt recht geben-vor allem @peerkeinstueck: die Restaurantnummer ist wirklich mega peinlich-habe das leider auch schon mal erleben müssen und es war wirklich ganz schlimm......

11.11.2012
01:05
Trommelverbot bei Maischberger für Ilse Storb
von peerkeinstueck | #4

Es ist schon merkwürdig, dass der Autor hier vollkommen die Sichtweise von Frau Storb übernimmt.
Vielleicht sollte er mal bei der Band nachfragen, in deren Programm Frau Storb eingegriffen hat, bevor der Kapitän sie rausgeschmissen hat. Die hat bestimmt eine ganz andere Sichtweise darauf, wer hier unverschämt war.

Frau Storb ist sicher eine schillernde Persönlichkeit und hat als einzige Jazz-Professorin Deutschlands (oder sogar Europas?) sicher ihre Verdienste. Als Musikerin ist sie dagegen absolut Mittelmaß, was auch übersteigertes Selbstbewusstsein nicht wettmachen kann.

Und wenn man erleben muss, wie sie im Restaurant wildfremde Leute anquatscht und ihnen von ihrem Bundesverdienstkreuz erzählt, ist Fremdschämen angesagt.

1 Antwort
Trommelverbot bei Maischberger für Ilse Storb
von tabledancer | #4-1

Muss Ihrem Kommentar aus eigener Erfahrung leider voll zustimmen.

10.11.2012
12:39
Trommelverbot bei Maischberger für Ilse Storb
von lyx7 | #3

Es fragt sich, von wem die "Unverschämtheiten" ausgehen. Wenn jemand Fachwissen durch Selbstbewusstsein und Selbstdarstellung ersetzt - warum nicht? Allerdings stößt es naturgemäß nicht immer auf Begeisterung, wenn man bei öffentlichen Auftritten das Publikum beleidigt (wie mehrfach geschehen).

Man kann so etwas heutzutage gut behandeln lassen - oder man hält sich bei öffentlichen Auftritten einfach zurück. Und wenn man selber schon nicht über dieses Taktgefühl verfügt, muss man sich eben gegebenenfalls von Veranstaltungsleitern die Grenzen aufzeigen lassen.

10.11.2012
10:49
Trommelverbot bei Maischberger für Ilse Storb
von TimTom | #2

nach 50 Jahren höre ich das erste mal von dieser Frau. Ich muß sagen, entweder Alterswahnsinn oder die raucht irgendetwas. Es bestätigt mich in meiner Theorie
das Menschen sich im Alter wieder zu Kindern entwickeln.

09.11.2012
19:04
Trommelverbot bei Maischberger für Ilse Storb
von bloss-keine-Katsche | #1

Ich denke jeder Essener hat schon mal bei einer Veranstaltung an der Ilse Storb anwesend war zu Pata Pata mitgeklatscht. Aber was macht sie auch bei Maischberger,
da haben anständige Menschen doch nichts verloren!

Aus dem Ressort
Warum Atze Schröder auch mal ein Mann für eine Nacht ist
Comedy
Premiere für eine Ratgeber-Stunde der unmoralischen Art: Comedian Atze Schröder hat sein neues Bühnenprogramm dem „Richtig fremdgehen“ gewidmet . Das stellte er nun in der Essener Lichtburg vor. Ein Abend zwischen Bravo für Erwachsene und Ballermann ohne Sangria-Eimer.
Florian Fitz will „Filme machen, in denen es um was geht“
Kino
Schauspieler Florian David Fitz spricht mit Kinogästen in der Lichtburg über das schwierige Thema Sterbehilfe und seinen neuen Film „Hin und weg“. Die Dreharbeiten sind für den 39-Jährigen auch eine „Übung im Loslassen“ gewesen.
Rente mit 63? Kommt für Simone Rethel gar nicht in Frage
Theater
Simone Rethel hält nichts vom frühen Ruhestand und plädiert für mehr Aktivität im Alter. In Essen spielt die Heesters-Witwe derzeit im Rathaus-Theater und hat sich gleich im Fitness-Club angemeldet.
Das Thema Design als eine „Essener Schlüsselkompetenz“
Design
Der erhoffte Unesco-Titel aös Design-Hauptstadt soll der Kreativwirtschaft in Essen neuen Schub bringen. Die am Montag eröffneten Essener Design-Wochen geben allen Interessierten einen Überblick über das breitgefächerte Angebot von Kray bis Kettwig. Ende November fällt die Entscheidung der Unesco.
Essenerin feiert als Poppy J. Anderson Erfolge mit Romanen
Buch
Eine Essener Historikerin veröffentlicht unter dem Namen Poppy J. Anderson Liebesromane im Internet. 600 000 E-Books hat die 31-Jährige über die Amazon-Plattform verkauft – bisher. Demnächst erscheinen auch noch drei ihrer Bücher gedruckt im Rowohlt Verlag.
Umfrage
Die Stadt Essen will Ehrenamtliche mit einer sogenannten Freiwilligenkarte würdigen. Dass die Ehrenamtlichen mit dem Ausweis auch Vergünstigungen - beispielsweise für kulturelle Einrichtungen - erhalten, ist derzeit nicht möglich. Was halten Sie davon?

Die Stadt Essen will Ehrenamtliche mit einer sogenannten Freiwilligenkarte würdigen. Dass die Ehrenamtlichen mit dem Ausweis auch Vergünstigungen - beispielsweise für kulturelle Einrichtungen - erhalten, ist derzeit nicht möglich. Was halten Sie davon?

 
Fotos und Videos