Das aktuelle Wetter Essen 3°C
Kunstmesse

Revierkunst-Premiere bot haarsträubende Bilder und kreatives Spielzeug in der Maschinenhalle

11.11.2012 | 16:29 Uhr
Revierkunst-Premiere bot haarsträubende Bilder und kreatives Spielzeug in der Maschinenhalle
Die Essener Künstlerin Patricia Murawski, malt headbangend ihre Bilder.Foto: Jan Dinter

Gelungener Auftakt für die „Revierkunst“-Messe: Viele Besucher kamen am Samstag und Sonntag in die Maschinenhalle der Zeche Carl um in den atmosphärischen Räumlichkeiten in die Vielfalt kreativen Schaffens einzutauchen. Von klassischen Porträtfotos über Haarmaleriei bis hin zu aufwändig gestalteten Murmelbahnen aus Kupferdraht gab es eine Menge zu entdecken.

„Tolle Gespräche, mit den Gästen und zufriedene Gesichter bei den Künstlern“, resümiert Sonja Henseler ihre zweitägige Veranstaltung, bei der sich besonders am Sonntag zeitweise lange Schlangen an der Kasse bildeten. Besucherin Antje Peters bestätigt diesen Eindruck: „Total klasse“ findet sie das Angebot, das in dem alten Industriegebäude verteilt ist. Ihr Favorit: „die Figuren von Katharina Joos.“

Aus Pappmaché stellt diese Plastiken her. „Eine spannende Atmosphäre“ lobt die Dorstenerin – eine von 34 Ausstellern – die Messe. „Im Rahmen dieser Industriekultur auszustellen, ist für jemanden, dessen Herz am Ruhrgebiet hängt, etwas ganz Besonderes.“

Die Frohnhauser Künstlerin Patricia Murawski nickt zustimmend. Die schwarzen, wilden Striche, die auf ihren Bildern zu sehen sind, geben noch wenig Aufschluss über, was der 27-Jährigen als Malwerkzeug dient: ihre langen blonden Haare. Diese Kunst ist Rock 'n' Roll!

Zumindest „Roll“ ist auch ein wichtiger Aspekt von Ernst Heyes kreativem Schaffern: Durch seine detailreich gestalteten Kupferdraht-Bauten lassen sich nämlich Murmeln rollen. „Vor 22 Jahren kam mein erstes Kind“, verrät der Elektriker, der in der Maschinenreproduktion tätig ist, „damit kam auch das Idee für die Murmelbahnen.“ Seine Werke – allesamt Unikate – sind jedoch weitaus mehr als Spielzeug, sondern kunstvolle Skulpturen.

Organisatorin Sonja Henseler verspricht: „Die ,Revierkunst’ geht in die Fortsetzung.“

Gordon K. Strahl


Kommentare
Umfrage
Die Reform der Ökostrom-Rabatte würde die Evag bis zu 400.000 Euro kosten. Der Tarifabschluss im öffentlichen Dienst kostet die Evag 2,8 Mio. Euro/Jahr. Auf die Mehrkosten könne die Evag mit Preiserhöhungen oder Leistungseinschränken reagieren. Was meinen Sie?

Die Reform der Ökostrom-Rabatte würde die Evag bis zu 400.000 Euro kosten. Der Tarifabschluss im öffentlichen Dienst kostet die Evag 2,8 Mio. Euro/Jahr. Auf die Mehrkosten könne die Evag mit Preiserhöhungen oder Leistungseinschränken reagieren. Was meinen Sie?

 
Aus dem Ressort
Der letzte Bulle Henning Baum ist ein Essener Lokalpatriot
Der letzte Bulle
Am 28. April startet die fünfte Staffel der SAT.1-Erfolgsserie „Der letzte Bulle“. Hauptdarsteller Henning Baum lebt als sozial engagierter Familienvater im Revier seiner Figur Mick Brisgau. Am 26. April können Sie Henning Baum in der Essener Lichtburg treffen: Sie müssen ihm nur eine Frage stellen.
17-Jährige ist verliebt in ihre Geige
Klassik
Maximiliane Wilms (17) ist Fan von Barock, Romantik und ausgezeichnete Musikerin. Jetzt tritt die Jung-Studentin aus Essen mit dem Landesjugendorchseter auf und möchte ihr Publikum in der Philharmonie Essen bewegen.
Der richtige Lack fürs Bühnenstück
Kultur
Ein Jahr haben 50 Lehrlinge aus den Betrieben der Essener Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft neben ihrer Ausbildung eine Menge Freizeit in ein interkulturelles Theaterprojekt investiert. Heute feiert es Premiere.
Von Klümpkes und Klüngelskerlen
Vortrag
Entertainer Thomas Glup erinnert charmant an das „Alte Essen“: Nicht nur mit Katernberger Ortsschwäche bringt er sein Publikum zum Lachen.
Backstreet Boys und Summer Dance im Essener Stadion
Konzerte
Am dritten Juli-Wochenende verwandelt sich das Essener Stadion in einen Tanztempel: Während am 18. Juli unter anderem Cascada, Dvbbs und die Disco Boys beim Bayao Summer Dance neun Stunden Vollgas geben, kommen einen Tag später die Backstreet Boys. Dafür muss eine Veranstaltung „verlagert“ werden.