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"Park Sounds" bespielen Essener Stadtgarten mit Elektro-Pop

15.06.2012 | 14:00 Uhr
Folkwang-Professor Thomas Neuhaus am Mischpult bei den Park Sounds im vergangenen Jahr.Foto: Ulrich von Born

Essen.  Die Reihe „Park Sounds“ im Essener Stadtgarten geht ab Montag in die zweite Runde. An fünf Tagen wird der Park von 20 bis 22 Uhr zur magischen Klanginsel - bei freiem Eintritt.

Der dröhnende Klang einer Concorde zwischen Büschen, experimenteller Pop, DJ-Musik: Es ist wieder soweit. Am Montagabend startet die zweite Auflage der „Park Sounds“ im Stadtgarten . Nach dem Erfolg dieser akustischen Leistungsschau im vergangenen Jahr, bei der Studierende der Kompositionsklassen der Folkwang Uni an fünf Abenden den romantischen Park hinter Philharmonie und Aalto-Theater in ein klingendes Kunstwerk verwandelten, legen die Verantwortlichen und Sponsoren in diesem Jahr kräftig nach.

„Wir werden die Spiel-Zeit auf täglich zwei Stunden ausweiten“, sagt Philharmonie -Intendant Johannes Bultmann, Erfinder dieses ungewöhnlichen Formats. Statt einer gibt es nun zwei Stunden (20 bis 22 Uhr) musikalischer Avantgarde, die aber in jedem Fall auch Unterhaltungswert hat.

Gerade diese Kombination macht den Charme und Qualität der wieder vom RWE-Konzern geförderten Reihe aus. Denn auf Liegestühlen (RWE hat noch einmal kräftig dazugekauft, nachdem die 100 Liegen im vergangenen Jahr stets ruckzuck belegt waren), weichen Knautschkissen und eventuell mit Picknick-Korb, lässt sich Musik viel besser vermitteln, die es sonst im Konzertsaal eher schwer hat.

"Alle Altersgruppen und sozialen Schichten"

 „Wir hatten im vergangenen Jahr Besucher aller Altersgruppen und sozialer Schichten, man konnte entspannt und fast regenfrei lauschen“, erinnert sich Johannes Bultmann an den gelungenen Start der Reihe. Für dieses Jahr hat Rainer Hegmann, Leiter der RWE-Hauptregion Rhein Ruhr, schon mal vorgesorgt und im Wallfahrtsort Kevelaer eine Kerze angezündet: „Damit Petrus gnädig gestimmt ist.“ Immerhin dachte Hegmann offen darüber nach, die „Park Sounds“ auch nach 2013 weiter zu fördern.

Elektronische Musik, wie man sie seit vielen Jahren im renommierten ICEM-Institut der Folkwang Uni kreiert, ist das eine fantastische Werbung. Das finden auch die Folkwang-Professoren Günther Steinke und Thomas Neuhaus. Beide sind sich durchaus bewusst, dass elektronische Musik so etwas wie ein Nische in der Nische der aktuellen Musik darstellt.

Neues Programm für jeden Abend

15 Studierende der Folkwang-Kompositionsklassen haben jetzt für jeden Abend ein neues Programm entwickelt. Mit Hilfe modernster und leistungsstarker Technik können Klänge „wandern“, verteilen sich wellenartig durch den Stadtgarten, der sich so für zwei Stunden in eine beinahe geheimnisvolle Klanginsel verwandelt.

Übrigens: Bei der Premiere im vergangenen Jahr war zu erleben, wie friedlich, erholsam und trotzdem großstädtisch-gediegen der Aufenthalt auch in diesem oft verqualmten oder vermüllten Park sein kann, obwohl sich zum Teil mehrere hundert Menschen zugleich dort aufhielten. Wenn es danach ginge, könnte es jede Woche „Park Sounds“ geben.

Zu hören vom 18. bis 22. Juni, täglich von 20 bis 22 Uhr.

Musik für Babies

 

Dirk Aschendorf



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